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Hohenhameln Großer Fuchs in Hohenhameln beobachtet
Kreis Peine Hohenhameln Großer Fuchs in Hohenhameln beobachtet
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19:00 17.04.2019
Diesen Großen Fuchs hat Dr. Reiner Theuert in seinem Garten entdeckt. Die Schmetterlings-Art ist sehr selten. Quelle: Privat
Hohenhameln

Einen seltenen Schmetterlings-Fund meldet der Umwelt-Experte Reiner Theunert aus Hohenhameln: Vor einigen Tagen hat er in seinem Garten in Hohenhameln einen Großen Fuchs gesehen und – an der Hauswand sitzend – auch fotografiert.

„Diese Schmetterlingsart hat man in Peine sicherlich seit Jahrzehnten nicht gesehen – ich glaube, mindestens seit Kriegsende“, so Theunert. Nach seinen Informationen gibt es in Südniedersachsen in diesem Jahr in der Folge der Wärme und Trockenheit im vergangenen Jahr einige Exemplare.

Von blühender Süßkirsche angelockt

Theunert habe sich berufsbedingt in den vergangenen Wochen im Solling aufgehalten und dort ein Exemplar gesehen. „Im naturkundlich eher öden Hohenhameln war die Art nun wirklich nicht zu erwarten. Aber unser Garten ist naturnah, und eine jetzt in Blüte stehende Süßkirsche hat ihn angezogen“, freut sich Theunert.

Schmetterling des Jahres 2018

Der „Große Fuchs“ war Schmetterling des Jahres 2018. Mit dieser Auszeichnung sollte auf die schlechte Überlebensprognose dieser Art aufmerksam gemacht werden. In Deutschland steht der Große Fuchs auf der Vorwarnliste der bedrohten Tiere. Seine langfristige Bestandsentwicklung schätzt das Bundesamt für Naturschutz als sehr stark rückläufig ein. Der Große Fuchs kommt nicht häufig vor, ist aber weit verbreitet. Er lebt in trockenwarmen, halboffenen Landschaften, an sonnigen Waldrändern, aber auch in naturnahen Gärten und auf Streuobstwiesen in weiten Teilen Europas und Asiens.

Überwinterung als Falter

Während die meisten der 180 in Deutschland lebenden Tagschmetterlingsarten die kalte Jahreszeit als Raupen verbringen, überwintert der Große Fuchs als ausgewachsener Falter. Daher braucht er schon im zeitigen Frühjahr Nahrung. Die erste Futterquelle sind blühende Weidenkätzchen. „Leider entfernen Förster Salweiden häufig, da ihr Holz nur wenig Geld einbringt. Das ist ein Hauptgrund für den Rückgang der Bestände des Großen Fuchses“, schreibt die BUND-NRW Naturschutzstiftung auf ihrer Homepage im Porträt zur Auszeichnung als Schmetterling des Jahres. Eine weitere Ursache für den Bestandsrückgang des Falters sei der Verlust seines Lebensraumes durch die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft und den Flächenverbrauch für Siedlungsbau und Verkehr.

Bekannter bei uns ist der Kleine Fuchs. Aber auch diese Spezies ist in den letzten Jahren selten geworden.

Von Kerstin Wosnitza

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