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Hohenhameln Greifer zerpflückt Kindergarten
Kreis Peine Hohenhameln Greifer zerpflückt Kindergarten
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20:36 10.11.2009
Super-Freigelände mit viel Platz zum Buddeln und Spielen: Die Equorder Kindergartenkinder sind vom Umzug ins ehemalige Flüchtlingswohnheim der Gemeinde an der B 494 bei Stedum begeistert. Zehn Jungen und Mädchen wurden allerdings aus den Gruppen abgemeldet. Quelle: cb
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Hohenhameln-Equord. Der Bagger ist super: Hydraulisch kann sich der Fahrer in die Höhe der Baggerschaufel beziehungsweise des Greifers hochhieven und ist mit seinem schweren Arbeitsgerät auf gleicher Höhe. „Heute schiebt man keine Häuser mehr planlos zusammen“, sagt Wolfgang Fieker vom Celler Abbruch-Unternehmen Roselieb. „Heute muss alles sortiert werden.“

Um Platz für den Kindergarten-Neubau in Equord zu schaffen – hier soll mit Geld aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung ein neuer Kindergarten mit Krippe und Jugendraum entstehen – muss der alte weichen. Ebenso ergeht es der früheren Schule. Bevor der Bagger loslegen kann, müssen noch Versorgungsleitungen um- und abgeklemmt werden. Jetzt arbeitet sich der Greifer aus dem Garten in Richtung Straße vor.

„Das Dach wurde abgedeckt, der Dachstuhl kam ins Altholz und nun produzieren wir Bauschutt“, sagt Fieker. Sortenrein, soweit es geht, nachsortiert wird in der Betriebshalle des Unternehmens. Der Greifer hat sich einen dicken Ballen aus Stahlgeflecht gegriffen und fegt damit den Boden der ersten Etage. Steine und Betonbrocken poltern zu Boden. „Das Material kann dann gezielt aufgenommen werden“, erklärt Fieker. „Soweit bislang zu sehen ist, haben wir hier relativ sauberes Material“, ergänzt Uwe Hartmann, Bautechniker der Gemeinde. „Es können aber immer noch schadstoffbelastete Baustoffe auftauchen.

Von den 30 Jungen und Mädchen, die im Equorder Kindergarten betreut wurden, sind 20 ins renovierte und umgestaltete Flüchtlingswohnheim an der B 494 bei Stedum umgezogen. Sie tollen auf dem umzäunten Freigelände umher. Kindergartenleiterin Martina Meyer-Becker betont: „Die Kinder finden den Umzug spannend. Zehn Kinder sind allerdings von ihren Eltern abgemeldet worden – das ehemalige Heim hat immer noch einen schlechten Ruf.“

Freitag offene Tür

Dabei haben die Maler mit den roten und grünen Wänden ganze Arbeit geleistet, die Toiletten wurden umgerüstet, einen Bewegungsraum gibt es auch. Im Werkraum wird gebastelt, die kleine Bibliothek von Eltern betreut. Alles liebevoll gemacht. „Es geht um ein halbes Jahr“, sagt Meyer-Becker, „dann haben wir ja alles doppelt schön in Equord.“

Am Freitag, 13. November, präsentiert sich der „Übergangs-Kindergarten“ im ehemaligen Flüchtlingswohnheim von 11.30 bis 12.30 Uhr der Öffentlichkeit.

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