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Hohenhameln Generationenhilfeverein unterstützt Hilfsbedürftige
Kreis Peine Hohenhameln Generationenhilfeverein unterstützt Hilfsbedürftige
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10:00 03.02.2017
Wolfhard Makus (links) und Erwin Leier stimmen die Einsatzpläne ab. Quelle: oh
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Hohenhameln

Leier koordiniert als Vorstandsmitglied den Bereich Begleitdienst, und Makus ist eines von 20 Mitgliedern, die Hilfen in diesem Segment leisten. Am häufigsten wird die Begleitung zu Arztbesuchen, besonders zu Facharztpraxen in Peine, Hildesheim oder auch Braunschweig benötigt.

„Viele unserer Mitglieder fahren nicht mehr selbst Auto und leben ganz allein zu Hause. Sie genießen während dieser Begleitung ganz besonders die Unterhaltung“, berichtet Makus.

Auch zum Einkaufen oder zu kulturellen Veranstaltungen wird die Unterstützung der Helfer erbeten. Mark Noller nimmt in der Telefonzentrale des Vereins die Anfragen entgegen und leitet sie an die Bereichsleiter weiter.

Drei weitere Bereiche bietet der Verein: Alltagshilfen bei der Bewältigung des Haushalts, Hilfen in Haus und Hof und Entlastung pflegender Angehöriger. „Wir sind aber kein Dienstleistungsunternehmen“, betont Evelyn Kabisch, die für den Bereich Alltagshilfen zuständig ist. „Jeder Helfer entscheidet selber, wie viel er leisten möchte, zu welchen Zeiten und bei wem. Auch nein sagen ist erlaubt.“

Es wird darauf geachtet, dass die Helfer nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Es können aber nicht alle Wünsche immer erfüllt werden, denn die Hälfte der inzwischen 374 Mitglieder ist älter als 65 Jahre und genießt es, nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben die Zeit frei einteilen und reisen zu können.

Die Hilfenehmer zahlen eine geringe Aufwandsentschädigung von acht Euro pro Stunde. Sechs Euro erhält davon der Helfer, die Differenz benötigt der Verein unter anderem für Versicherungsprämien, um die Helfer vor Schaden zu schützen.

Viele lassen sich die Aufwandsentschädigung auf das Treuhandkonto des Vereins gutschreiben, um es später, wenn sie selber Hilfe benötigen, einzusetzen. Jedoch ist auch jederzeit die Auszahlung möglich, um das Geld sofort zur Verfügung zu haben.

Neben der Gründungsidee „Mitglieder helfen Mitgliedern“, für die Marlis Söhlke aus Clauen Anfang 2012 Mitstreiter gefunden hatte, zeigte sich schnell, dass über die reine Hilfebedürfigkeit in der Häuslichkeit die Einsamkeit älterer Menschen ein großes Problem darstellt. Die Einrichtung einer Begegnungsstätte als Treffpunkt erschien als logische Konsequenz.

Gestartet als gewagte Herausforderung, entwickelte sich der „Mittelpunkt“ in zentraler Lage in Hohenhameln schon im ersten Jahr zum Erfolgsmodell, das vom Rat der Gemeinde mit einer Kostenbeteiligung für die Miete unterstützt wird. Das Angebot basiert auf den Wünschen der Mitglieder und umfasst ein regelmäßiges Wochenprogramm mit einem 14-tägigen Mittagstisch, Bewegung im Sitzen, Markttreff mit Frühstück, Basteln und Spielen, Kaffeeklatsch, offener Singkreis und Vorträgen und Schulungen.

Rat und Hilfe in sozialen Fragen bieten in den Räumen vier geschulte Vereinsmitglieder im Rahmen des „Kümmerer-Modells“, das der Landkreis Peine unterstützt. All dies steht unabhängig von der Vereinszugehörigkeit offen.

2016 besuchten 4907 Gäste die Begegnungsstätte, die von vielen Vereinsmitgliedern als zweites Zuhause bezeichnet wird.

Allerdings ist die eingeschränkte Mobilität ein Problem. Aus den Nachbarorten selbstständig nach Hohenhameln zu kommen, ist für viele nur nicht möglich. Zurzeit übernehmen das Abholen der Besucher die Helfer aus Erwin Leiers Bereich mit ihren Privatfahrzeugen.

Hier tut sich ein Problemfeld auf, an dem die Vorstandsmitglieder intensiv arbeiten. „Hilfreich wäre ein kleiner Vereins-Bus. Aber ohne Sponsoren bleibt dieser Traum wohl unerfüllt“, sagt Gisela Grote von der Generationenhilfe. wos

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