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Gasthaus Giesecke schließt nach 126 Jahren

Equord Gasthaus Giesecke schließt nach 126 Jahren

126 Jahre lang war es in Familienbesitz. Jetzt musste das Equorder Gasthaus Giesecke schließen, weil sich kein Nachfolger findet.

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Hat das Gasthaus jahrzehntelang geführt: Thea Giesecke aus Equord.

Quelle: sur

Equord. „Leicht fällt mir das nicht“, sagt Thea Giesecke. „Das Gasthaus war mein Leben.“ Viele Jahrzehnte lang hat die Equorderin das Wirtshaus geführt. Jetzt ist Thea Giesecke 66 Jahre alt – und geht in den Ruhestand. Einen Nachfolger gibt es nicht: Keines ihrer vier Kindern will das Gasthaus weiterführen. Seit dem 1. Januar hat es deshalb geschlossen.

Ein Schicksal, das es unter anderem mit dem Gasthaus Busse in Hohenhameln teilt. Der Schwager der Equorder Wirtin, Karl-Heinz Giesecke, spricht vom Untergang der Gaststätten, und seine Frau Annemarie bedauert: „Die jungen Leute gehen doch heute nicht mehr in die Kneipe.“

Weil das Gasthaus seit Jahren kaum Gewinn abwirft, hätten Bekannte ihr längst geraten, zu schließen, sagt Thea Giesecke. Sie habe das Gasthaus aber halten wollen, so lange es ging. Warum – das versteht man spätestens, wenn die Wirtin ihr Fotoalbum aufschlägt und zu erzählen beginnt. Einst war die Kneipe der Mittelpunkt des Dorflebens. Hier wurden der Sportverein und der Karnevalsclub gegründet, hier traf man sich zum Tanz und zum Dämmerschoppen. „Am Stammtisch war Platz für sechs, aber da saßen teilweise zwölf Leute“, erinnert sich Karl-Heinz Giesecke. „Leider leben viele Stammgäste nicht mehr, sodass der Betrieb im Gasthaus immer mehr abnahm.“

Aus dem Equorder Ortsbild wird die Kneipe aber so bald nicht verschwinden. Daran, das Haus abzureißen, denkt Thea Giesecke nicht. Sie will weiter in dem ehemaligen Wirtshaus wohnen – und hin und wieder privat in der Kneipe feiern. Ohne Stammgäste, nur mit ihrer Familie.

sur

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