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Friedhof in Hohenhameln wird neu gestaltet

Begräbniskultur ändert sich Friedhof in Hohenhameln wird neu gestaltet

Die Begräbniskultur auch in ländlichen Regionen wandelt sich: In Hohenhameln hat die Kirchengemeinde deshalb reagiert und gestaltet den Friedhof neu. Die ehrenamtlichen Friedhofsverwalter Uta und Wilhelm Hilker zeigten mit Pastor Hans Schweda die ersten Ergebnisse.

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Pastor Hans Schweda (r.) mit Uta und Wilhelm Hilker (M.) sowie Jutta Müller vom Kirchenvorstand mit Enkeltochter Mathea am alten Grabstein der Familien Neske und Schenk.

Quelle: Thorsten Pifan

Hohenhameln. Neu in Hohenhameln sind Urnengräber unter Bäumen. Da gibt es drei verschiedene Varianten. In Anlehnung an einen Friedwald gibt es auf dem Friedhof unter zwei alten Bäumen 45 Urnengräber verteilt auf drei Grabfelder. „Das ist unsere ,Kiefernruhe‘“, erklärte Schweda. Die erste Grabstelle ist schon belegt.

Als zweite Variante sind Familienbäume vorgesehen. Rund um diese Bäume, die noch gepflanzt werden sollen, können zwischen acht und zehn Urnen bestattet werden. „Da können sich auch Freundeskreise gemeinsam einen Baum kaufen“, sagte Hilker. Der erste Familienbaum ist bereits verkauft.

Im Herbst hat die Kirchengemeinde die Landschaftsarchitektin Christina Stoffers aus Petershagen eingeschaltet, die Entwürfe für den Friedhof im Ort gemacht hat.

Auf ihre Initiative entsteht zurzeit als dritte Variante eine bepflanzte Baumgrabanlage mit dem Namen „Lindenruhe“. „Die klassischen Familiengrabstellen, die aufwendig zu pflegen sind, werden immer weniger nachgefragt. Trotzdem möchten viele Ehepaare im Sarg und nebeneinander bestattet werden“, sagte Schweda. Wer dabei auf ein pflegeleichtes Grab setzt, kann sich zum Beispiel unter Rasen beisetzen lassen. Auf den Stein braucht deshalb niemand zu verzichten. Ein kleiner Trog mit Pflanzen garantiert zudem, dass das Grab pflegeleicht ist.

Nicht erlaubt sind auf dem Friedhof in Hohenhameln anonyme Bestattungen. „Das ist nicht im christlichen Sinn“, sagte Schweda. An allen Gräbern werden mindestens an Steinen kleine Gedenktafeln angebracht.

Auf der Grabfläche „Kiefernruhe“ ist das ein alter Grabstein der Familien Neske und Schenk, die bis in die 1960er Jahre im Ort eine große Gärtnerei hatten, wo sie Alpenveilchen züchteten. Schweda sagte: „Uns war es wichtig, den Stein zu erhalten. Wenn jetzt auf der Rückseite Namenstafeln angebracht werden, dient er zudem einem aktuellen Zweck.“

  • Am Samstag, 29. April, können sich Interessierte vor Ort über die neuen Möglichkeiten der Bestattung informieren. Im Zuge der Reihe „Offene Pforte“ öffnet der Friedhof von 14 bis 16 Uhr für Besucher. Dann gibt es bei Kaffee und Kuchen weitere Informationen.

von Thorsten Pifan

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