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Hohenhameln Frank Muschalle ließ den Kultursalon beben
Kreis Peine Hohenhameln Frank Muschalle ließ den Kultursalon beben
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10:00 28.08.2017
Frank Muschalle entfachte rhythmische Wolkenbrüche auf dem Klavier.  Quelle: Ulrich Jaschek
Sossmar

 Muschalle entfachte rhythmische Wolkenbrüche auf dieser urgemütlichen, von Stuben-Stehlampen beleuchteten Wohnzimmer-Bühne.

Diesen unbeschreiblich zündenden Musikstil übertrugen in den USA vor etwa 100 Jahren farbige Bluesmusiker von der Gitarre aufs Piano. Als sich schließlich auch die hellhäutige Bevölkerung ebenfalls von dieser Musik beglücken ließ, traf vor knapp 80 Jahren die drei berühmtesten Pianisten dieses Fachs die Ehre, in der erhabenen New Yorker Carnegie Hall zu konzertieren – in der die Veranstalter der Überlieferung nach im Verlauf des Konzertes übrigens die Kronleuchter demontieren ließen, weil sie zuvor von enthusiastischen Besuchern erklommen worden sein sollten.

Auch wegen Hummers alternativen Beleuchtungskonzeptes kam es dazu unter dem Salon-Spitzboden zwar nicht, aber auch Muschalle heimste nach jeder Nummer heftigen Applaus ein. Denn dieser Pianist spielt Boogie nicht nur, weil er davon, sondern auch, weil er dafür lebt. Diese Musikrichtung ist nämlich wegen fehlender Noten überwiegend durch historische Plattenaufnahmen und Neueinspielungen belegt und überliefert und bedarf deswegen liebevoller Pflege – die selbst die folgende Pianisten-Generation bereits übernimmt, wie der 14-jährige Tim Scheuten aus Peine zwischendurch kurz auf der Bühne demonstrieren durfte. Was so fasziniert, sind diese mit links gespielten eigentümlich rollenden Bässe während es gleichzeitig mit rechts tremolierend trillert und klingelt. Exakt und sehr harmonisch, versteht sich, die Sinne betörend, schnell, technisch perfekt und in Stücken, die jedes für sich wahrhaft begeistern.

 Dabei beschwört Muschalle nicht nur die Geister der einstigen Größen des Genres in Höchstgeschwindigkeits-Fingerfertigkeit auf der Klaviatur, sondern spült auch lyrische Blues- und Swingnummern sanft und mit Lausbubenlächeln ins Parkett.

Dabei klingt es, als kichere, stampfe, vibriere das Instrument, der Pianist krault sowohl ihm als auch dem Publikum bei den bedächtigeren Nummern die Seele. Rhythmus und Improvisationen finden dabei wie von selbst das Tor zu Herz und Bauch der Zuhörer. Der alte Flügel wirkt immer jünger, der Pianist unermüdlich und das Publikum glücklich. Bravo!

Von Ulrich Jaschek

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