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Hohenhameln Feuerwehrleute aus Hohenhameln übten an und mit einem Rettungszug
Kreis Peine Hohenhameln Feuerwehrleute aus Hohenhameln übten an und mit einem Rettungszug
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22:12 14.08.2014
Gruppenfoto nach einer guten Übungseinheit: Die Feuerwehrleute des Fachzugs Peine-West vor dem Rettungszug. Quelle: oh
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Weiterbildungen sind gerade für Feuerwehrleute wichtig, darum war der Fachzug, der aus Mitgliedern der Hohenhamelner Feuerwehren besteht, jetzt in Hildesheim. „Wir haben mit den technischen Geräten des Rettungszugs der Deutschen Bahn in Hildesheim geübt“, berichtete Jens Böker. Bereits früh am Morgen hatten sich die Kameraden unter der Leitung von Böker und Andree Brathering auf den Weg gemacht.

Insgesamt unterhält die Bahn bundesweit sechs der besonderen Hilfszüge, die zur Rettung von Menschen nach Unfällen in Tunneln oder auf Brücken der Hochgeschwindigkeitsstrecken eingesetzt werden. „Unter fachkundiger Begleitung wurden uns auch die Einsatztaktik und die Möglichkeiten dieses Zuges ausführlich erklärt“, sagt Böker. Das Brennschneiden übten die Hohenhamelner Feuerwehrleute an den Gleisen ebenfalls und die Bedienung der hydraulischen Geräte, die in dem Rettungszug vorhanden sind.

Eingesetzt wird der Zug zwischen dem Escherbergtunnel im Westen Hildesheims – der nördliche Grenze des Einsatzgebiets – und Kassel im Süden. Der längste Tunnel, der auf dieser Strecke liegt, ist rund zehn Kilometer lang. Bei einem Gewicht von fast 400 Tonnen und einer Länge von 150 Meter verfügt der Zug über fünf druck- und gasdichte Wagen.

Außer einer umfangreichen Feuerwehr-Ausstattung, darunter hydraulische Rettungsgeräte, Funk und Atemschutzgeräte, und einem Wagen mit medizinischen Utensilien können auch zahlreiche Verletzte transportiert werden. „Zum Beispiel aus unwegsamem Gelände, aus einem Tunnel oder von Brücken“, berichtet Böker. Die beiden speziell für den Zug umgebauten Lokomotiven sind mit Wärmebildkameras ausgestattet und „können somit auch bei einer durch Rauch bedingten Null-Sicht gefahren werden“, erzählt der Fachzug-Leiter. Ein besonderer Dank gehe an Feuerwehrmann Andreas Bock, der sich um die Ausarbeitung der Übung gekümmert hatte.

js

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