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Hohenhameln Equorder fand mysteriöse Fahne auf dem Dachboden
Kreis Peine Hohenhameln Equorder fand mysteriöse Fahne auf dem Dachboden
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22:30 31.07.2012
Zwei starke Männer wie Helmut Butkay (rechts) und sein Sohn Marvin sind nötig, um die Fahne zu halten. Quelle: sz

„Kriegerverein Equord gegr. 1896“ ist auf der einen Seite der reich bestickten Fahne zu lesen, auf der Rückseite steht der Sinnspruch „Gehorsam, Treue Tapferkeit / ist deutschen Kriegers Heldenkleid“.

„Aber niemand von den Alten im Dorf, die ich gefragt habe, kann sich an so einen Verein erinnern“, berichtet Helmut Butkay, der zusammen mit seiner vor einem Jahr verstorbenen Frau das Gasthaus „Zur Post“ betrieben hat. Auf dem Fahnenmast sind zwei silberne Plaketten zu sehen, beide mit dem Datum „10. 6. 1900“. In Sütterlinschrift ist darauf „Gewidmet vom Kriegerverein Mehrum“ und „Gewidmet vom Kriegerverein Schwicheldt“ zu lesen. Oben auf der Fahnenstange thront ein Messingadler.

Die dekorative Fahne ist bemerkenswert gut erhalten. „Sie stand etwas versteckt in einer Ecke auf dem Dachboden, umhüllt von einer Plastikhülle, und ich dachte erst, es sei ein Sonnenschirm“, erklärt Butkay. „Es war eine ziemliche Überraschung, als ich sah, was in der Hülle steckte.“

Bislang hat der Equorder trotz vieler Gespräche mit über 80-jährigen Nachbarn noch nichts über die Geschichte der Fahne herausbekommen. „Aber vielleicht erinnert sich ja jemand, wenn er die Zeitung liest“, hofft er.

Mag die Geschichte der Fahne auch im Dunkeln liegen, ihre Zukunft ist schon sicher: Butkay hat sie dem Kreismuseum in Peine übergeben, wo sie auch die nächsten hundert Jahre gut aufgehoben sein wird.

sz