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Eltern auf Zeit: 72 Stunden mit einem Babysimulator

Realschüler aus Hohenhameln proben Elternschaft Eltern auf Zeit: 72 Stunden mit einem Babysimulator

72 Stunden - So lange dauerte das Elternpraktikum mit Babysimulator an der Realschule Hohenhameln , an dem zwölf Schüler des Profilfaches Gesundheit und Soziales dieses Schuljahr freiwillig teilnahmen.

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Die zwölf Schülerinnen und Schüler der Realschule Hohenhameln probten das Elternsein.
 

Quelle: privat

Hohenhameln.  Seit nunmehr vier Jahren kommt Margret Borsum von der Caritas Peine in die Realschule Hohenhameln und betreut die Zehntklässler bei diesem Projekt. Während der Projekttage bekommen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einen batteriebetriebenen Babysimulator, den sie Tag und Nacht zu versorgen haben. Hierbei reagieren die Babysimulatoren wie echte Säuglinge, deren Grundbedürfnisse gestillt werden wollen. Durch lautstarkes, täuschend echtes Weinen machen sich die Simulatoren bemerkbar.

Dann müssen sich die „Mütter“ oder „Väter“ mit einem Chip anmelden und versuchen herauszufinden, ob ihr Simulator Hunger hat, die Windeln gewechselt werden müssen oder eine Kuscheleinheit verlangt wird. Diese Versorgung kann unter Umständen auch bis zu 40 Minuten dauern, so dass die Geduld der Eltern des Öfteren auf die Probe gestellt wird. Zu jeder Tages- und Nachtzeit müssen die Schülerinnen und Schüler den Simulator, wie ein echtes Baby, zu allen Aktivitäten mitnehmen. Da kann es beim Einkaufen im Supermarkt schon einmal zu abwertenden Blicken oder Kommentaren kommen, wenn die jungen Eltern unterwegs sind oder das Projekt zu einer Familienaufgabe wird, in der sich jeder einmal um den Babysimulator kümmert.

Ziel des Projektes ist es nicht, Gefallen oder Nichtgefallen an Babys hervorzurufen, sondern während der Projektarbeit mithilfe der Erfahrungen, die die Teilnehmer mit den Simulatoren machen, Gesprächsanlässe zu schaffen. Hierbei werden Themen wie die eigene Zukunftsplanung, Schwierigkeiten und Herausforderungen in der Kindererziehung und die Problematik der Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben angesprochen.

Von Bernd Dukiewitz

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