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Einer, der vom Ehrenamt nicht lassen kann

Hohenhameln-Mehrum Einer, der vom Ehrenamt nicht lassen kann

Mehrum . Genau zwei Jahre ist es her, dass Winfried Selke sein Amt als Ortsbürgermeister von Mehrum niederlegte. Damals wollte er mehr Zeit für sich: Zum Reisen, zum Lesen, für spontane Ausflüge mit seiner Lebensgefährtin. Lange hat er es ohne Ehrenamt nicht ausgehalten: Inzwischen ist Selke Seniorenbeauftragter des Landkreises Peine.

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Winfried Selkes neuer Arbeitsplatz befindet sich im Pflegestützpunkt des Landkreises Peine. Zweimal im Monat bietet er dort Sprechstunden an.

Quelle: sur

„Ich habe mich so lange engagiert - da kann man nicht einfach aufhören“, sagt Selke. „Früher war ich ja teilweise vier- bis fünfmal die Woche unterwegs. Wenn das plötzlich weg ist und man abends zu Hause sitzt, wird man unruhig.“ Das merkte auch seine Partnerin Bärbel Herrmann. Nicht zuletzt ihretwegen hatte sich Selke vor zwei Jahren aus der Ortspolitik zurückgezogen. Doch als er gefragt wurde, ob er sich nicht als Seniorenbeauftragter bewerben wolle, meinte Herrmann schlicht: „Mach das - ich merke doch, du brauchst das.“

In seinem neuen Amt ist Selke Ansprechpartner für alle 120 Seniorenkreise im Landkreis. Bei vielen war er in den vergangenen Monaten schon zum Antrittsbesuch. Dabei liegt ihm ein Thema ganz besonders am Herzen: „Sport im Alter - das habe ich mir auf die Fahne geschrieben“, sagt der 72-Jährige, der sich selbst mit Radfahren und Hanteltraining fit hält. „Mein Wunsch wäre es, dass alle Seniorennachmittage mit ein bisschen Bewegung beginnen - ob das jetzt Stuhlgymnastik ist oder Tanz.“

Um die Seniorenkreis-Leiter dafür zu begeistern, will Selke mindestens zweimal im Jahr Info-Veranstaltungen anbieten. Unter dem Motto „Agil - fit für die besten Jahre“ stellte er ihnen bereits Anfang Mai zusammen mit dem Kreissportbund verschiedene Sportarten vor: von Pilates über Line Dance bis Nordic Walking.

Die Zahl der Senioren wird in den kommenden Jahren rasant steigen - „auch wenn das Bewusstsein, dass man alt ist, immer später eintritt“, meint Selke. „Früher hat man sich gesagt: Mit 70 gehst du in den Seniorenkreis. Heute fühlt man sich mit 70 noch zu jung dafür.“

Trotzdem müssen sich die Gemeinden auf die alternde Bevölkerung einstellen, findet Selke. „Der Landkreis tut schon viel für die Senioren“, sagt er. „Aber wir haben zum Beispiel noch nicht überall barrierefreie Fußwege. Und es gibt noch immer öffentliche Gebäude, in denen es keine Behindertentoiletten gibt.“

Auch darin sieht Selke seine Aufgabe: Er will den Räten und Behörden ein wenig auf die Füße treten, damit sie beim Neubau von Gehwegen oder Gebäuden auch an die Senioren denken.

Jetzt schleicht sie sich also doch wieder in sein Leben: Die Politik, von der sich Selke eigentlich schon verabschiedet hatte.

sur

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