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Hohenhameln Einbrecher stahlen Drogen aus Tierarztpraxis
Kreis Peine Hohenhameln Einbrecher stahlen Drogen aus Tierarztpraxis
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22:07 08.03.2016
Solche Medikamente wurden in Hohenhameln gestohlen. Quelle: ste
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Die Täter, die in der Nacht zu Dienstag unterwegs waren, haben einen Tresor gestohlen, in dem unter anderem hochwirksame Narkosemittel und Mittel zum Einschläfern von Tieren lagerten.

Bei den gefährlichen Mitteln handelt es sich um T61 und L-Polamivet. Amtstierärztin Dr. Tatjana Shobeiry Fard vom Veterinäramt erklärt, was heißt: „T61 ist ein hochdosierter Medikamentencocktail, mit dem Tiere schmerzlos eingeschläfert werden können“, sagte sie. Der Missbrauch als Droge ist aufgrund der Wirkung und der schwierigen Dosierung besonders gefährlich, so dass dabei Lebensgefahr bestehe.

Zum Missbrauch ist das Medikament nicht geeignet, weil es auch zum Einschläfern von Tieren nur nach vorheriger Narkose eingesetzt werden darf, da es sonst zum qualvollen Ersticken durch Atemlähmung führt.

L-Polamivet ist ein stark schmerzlinderndes Narkosemittel, das besser als Methadon bekannt ist. „Das Methadon wird vor allem im Drogenentzug verwendet, weil die berauschende Wirkung viel schwächer als beim Heroin ist“, sagte die Medizinerin. Für die Tiermedizin wird das Medikament als Narkosemittel eingesetzt. In einschlägigen Kreisen seien die Wirkungen der Medikamente bekannt, sagte Shobeiry Fard.

Wenn Passanten oder spielende Kinder den gestohlenen Tresor oder die genannten Medikamente zufällig finden sollten, sollte unbedingt die Polizei informiert werden. „Die Substanzen sind bei Missbrauch sehr gefährlich und sollten deshalb nicht in falsche Hände kommen“, sagte Shobeiry Fard.

Polizei-Sprecher Peter Rathai sagte: „Außer den genannten besonders gefährlichen Substanzen sind weitere Medikamente gestohlen worden, von denen bei falscher Anwendung ebenfalls Gefahren ausgehen können.“ Er bittet, Hinweise zu dem Tresor oder den Medikamenten an die Polizei in Peine geben.

  • Kontakt zur Polizei unter der Nummer 05171/9990.

pif

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