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Ein Leben ohne Atomenergie

Stiftungspreis der Ingenieurskammer Ein Leben ohne Atomenergie

Alternativen zur Atomenergie und zu Kohlekraftwerken - darum ging es in der Abschlussarbeit von Sarah Miehe aus Hohenhameln. Die Jung-Ingenieurin der Versorgungstechnik erhielt für ihre Studien zum effizienten Einsatz regenerativer Energien den Stiftungspreis der Ingenieurskammer Niedersachsen.

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Mithilfe moderner Steuer- und Speichertechnik soll Ökostrom Atomenergie und Kohlekraftwerke überflüssig machen.

Quelle: Archiv: ddp

Hohenhameln. Ein Hauptproblem in der Versorgung mit Öko-Strom bestehe darin, dass die Ressourcen nicht kontinuierlich zur Verfügung stünden: „Wind weht statistisch gesehen häufiger nachts. Dafür scheint dann die Sonne nicht“, erklärt Sarah Miehe. Daher gelte es, den Bedarf und das Angebot unterschiedlicher Energiequellen miteinander in Einklang zu bringen. Das Ziel sei ein Leben ohne Atomenergie.

„Bei einem Überangebot an Windenergie wird ein Windpark heute abgeschaltet. Das ist alles andere als effizient“, erklärt die 29-Jährige. Auf der anderen Seite dürfe man gewonnene Energie nicht blindlings ins Stromnetz einspeisen: „Wenn die Netzspannung zu hoch wird, gehen die angeschlossenen Geräte kaputt“, sagt Miehe.

Eine Lösung bestehe in leistungsfähigen Speichertechnologien. Für ihre Abschlussarbeiten nutzte Sarah Miehe Batterien, aber auch moderne Wasserstoffspeicher. Darin wird Wasser durch Energiezufuhr in seine Bestandteile zerlegt. Bei Bedarf lässt man den gewonnenen Wasserstoff mit der Umgebungsluft reagieren, wodurch die Energie wieder frei wird.

„Alternativ könnte man ihn auch als Treibstoff in Wasserstoff-Autos nutzen“, erklärt Sarah Miehe. Mithilfe dieser Speicher und ihrer selbst entwickelten Steuertechnik gelang es der Ingenieurin, ein Einfamilienhaus dauerhaft ausschließlich mit Strom aus regenerativen Energiequellen zu versorgen – zumindest in der Simulation.

„Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Außerdem würde in der Praxis das Angebot regenerativer Energien nicht ausreichen. Aber wir müssen sparen, wo wir können. Denn umso länger reichen auch die fossilen Energieträger“, sagt Sarah Miehe.
Der begehrte Stiftungspreis der Ingenieurskammer wird jährlich für besonders vielversprechende und praxisnahe Abschlussarbeiten vergeben.

azi

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