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"Drogen ziehen dich runter in den Keller"

Hohenhameln "Drogen ziehen dich runter in den Keller"

Hohenhameln . "Drogen sind scheiße, die ziehen dich runter in den Keller und machen dich kaputt", sagt Edgar Kuhne aus Peine. Er muss es wissen: Viele Jahre lang war er selbst süchtig. Gestern hat er den Hohenhamelner Hauptschülern aus seinem Leben erzählt.

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Edgar Kuhne erzählte den Schülern von seiner Drogen-Vergangenheit.

Quelle: sur

Mit Cannabis fing es an, da war Edgar Kuhne erst 13 Jahre alt. Oft rauchte er schon vor der Schule den ersten Joint. Später kamen Heroin, LSD, Koks und Amphetamine dazu - „eine Droge nach der anderen“, erzählt der 49-Jährige, der inzwischen seit 15 Jahren clean ist.

Um an Geld zu kommen, begann Kuhne zu dealen und zu stehlen. Schließlich kostete ein einziges Gramm Heroin damals rund 100 Mark, Kokain war mehr als doppelt so teuer. „Wenn du zwei bis drei Gramm Drogen am Tag brauchst - das Geld musst du erst mal haben!“ Und ohne Drogen hatte er überall Schmerzen, musste Erbrechen - „also ballerst du dir wieder was rein, damit es dir gut geht.“

Noch schlimmer als die körperliche Sucht sei aber die psychische Abhängigkeit gewesen: „Du machst alles, um Stoff zu kriegen. Mein Leben war die Sucht - alles drumrum war mir scheißegal. Ich habe mich mehr um die Sucht gekümmert als um meine Kinder“, sagt er.

Dabei hat Kuhne beim Drogenverkauf anfangs sogar Geld verdient, „manchmal 20000 oder 30000 Mark an einem Wochenende“, erzählt er. „Aber nachher war ich selbst mein bester Kunde.“ Sein ganzes Geld gab er für den Stoff aus - und am Ende stand er mit 100000 Mark Schulden da.

Im Gefängnis war Kuhne nie, erstaunlicherweise wurde er nie erwischt - obwohl Drogenfahnder einmal sogar sein Haus durchsuchten. Sie fanden nichts: Das Heroin hatte der Diabetiker zwischen den Insulinspritzen versteckt.

Seine Rettung war schließlich sein Arzt: „Ich habe ihn gefragt: Wie alt werde ich, wenn ich so weitermache? Der Arzt meinte, 50 wäre schon viel“, erzählt Kuhne. Das war 1997, er war 34 Jahre alt - und sagte sich: Jetzt ist Schluss. Kuhne machte eine Therapie, brach den Kontakt zu seinen alten Freunden ab. „Das war wirklich schwer, und natürlich bin ich auch rückfällig geworden“, erzählt er. „Aber man muss stark sein und sich selbst in den Arsch treten. Nur wenn du es wirklich willst, kannst du das packen.“

sur

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