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„Die Pferde werden totgefüttert“

Hohenhameln „Die Pferde werden totgefüttert“

Wer fremde Pferde füttert, meint es gut – kann jedoch großen Schaden anrichten. „Bei mir sind deshalb schon fünf Ponys gestorben“, sagt Susi Oelkers.

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Bitte nicht füttern: Darauf weist das Schild hin, das Pony-Besitzerin Susi Oelkers in der Hand hält. Die Hinweisschilder an den Weiden werden allerdings immer wieder gestohlen.

Quelle: sur

Hohenhameln . Seit sechs Jahren führt Susi Oelkers aus Hohenhameln einen kleinen Ponyhof – und seit sechs Jahren ärgert sie sich darüber, dass ihre Tiere von Fremden gefüttert werden. „Am Anfang haben wir noch Verbotsschilder aufgehängt“, erzählt sie. „Aber die wurden alle geklaut.“

Am falschen Futter können die Tiere sterben, sagt Oelkers. „Eine Freundin von mir hat ein Pony, das gegen Äpfel allergisch ist. Bis auf die Besitzerin kann das niemand wissen“, sagt sie. Von frischem Heu bekämen die Pferde Koliken, und auch Brot sei in großen Mengen ungesund für die Tiere. Gelegentlich würden sogar giftige Pflanzen über den Zaun geworfen. Besonders fatal: Pferde können sich nicht übergeben – deshalb bleibt die giftige Nahrung im Magen. Nur der Tierarzt kann dann noch helfen.

Ein weiteres Problem: „Pferde sind futterneidisch“, sagt Oelkers. Selbst aus dem bravsten Pony werde dann ein Beißer – und das ist nicht nur für die anderen Tiere auf der Weide gefährlich, sondern auch für Menschenhände.
Sorgen macht sich Oelkers deshalb auch um Kinder, die auf die Weide klettern. Ihre Shetland-Ponys seien zwar klein, aber sehr kräftig. „Ich will nicht, dass erst jemand verletzt wird“, sagt sie.

Mit dem Füttern fremder Pferde haben sich sogar schon die Gerichte beschäftigt. Nach einem Grundsatzurteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist das ein rechtswidriger Eingriff in das Eigentum des Besitzers. In dem konkreten Fall musste ein Mann 8000 Euro Schadenersatz zahlen.

Anzeige erstatten oder klagen will Oelkers nicht. Sie appelliert an die Vernunft: „Die Leute können mich jederzeit ansprechen und auf den Hof kommen“, sagt sie. Unter Aufsicht dürften die Pferde auch gefüttert werden – „da sehen wir ja, was sie kriegen.“

sur

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