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Hohenhameln Die Bördelandschaft bei Hohenhameln
Kreis Peine Hohenhameln Die Bördelandschaft bei Hohenhameln
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23:00 14.10.2013
Blick auf die Hildesheimer Börde von der gleichnamigen Raststätte der A 7 in Richtung Norden. Links eine der Kali-Abraumhalden bei Sehnde in 20 km Entfernung, in der Bildmitte die etwa 13 Kilometer entfernte Zuckerfabrik Clauen mit grauem Schornstein. Rechts daneben das rund 20 km entfernte Kraftwerk Mehrum. Im Vordergrund die B 6 als Allee. Quelle: oh

Unter anderem befasst sich der Beitrag „Die Schwarzerdegebiete der Hildesheimer Börde“ des Vorsitzenden der Bio-AG, Hans-Werner Kuklik, mit Hohenhameln, denn der Nordrand der Hildesheimer Börde - auch Braunschweig-Hildesheimer Lössbörde genannt - liegt auf einer Linie von Rötzum über Equord nach Ilsede.

„Auf Löss entstehen tiefgründige, leicht zu bearbeitende und enorm leistungsfähige Braunerden, Parabraunerden und Schwarzerden, die für die Landwirtschaft von großer Bedeutung und folglich weltweit ackerbaulich geprägt sind“, schreibt Kuklik in seinem Aufsatz.

Die Schwarzerde kommt in Deutschland nur inselhaft vor und gilt daher als seltener Boden. Größere Gebiete gibt es neben der Hildesheimer Börde nur in der Magdeburger Börde und im Thüringer Becken.

Der Lössboden hat viele gute Eigenschaften: Durch die dunkle Farbe wird Sonnenlicht absorbiert. Insbesondere im Frühjahr erwärmen sich die Flächen schnell. Das humusreiche Substrat hat zudem eine hohe Wasserspeicherfähigkeit. Es bildet sich ein feuchtwarmes Kleinklima, das wärmeliebende Arten begünstigt. Allerdings werden die fruchtbaren Böden intensiv für die Landwirtschaft genutzt, und so haben Pflanzen wie die Echte Schlüsselblume, der Kleine und der Große Wiesenknopf nur auf Sonderstandorten eine Überlebenschance.

„Die Tierarten der Ackerlandschaften, auch Offenlandarten genannt, beginnen oft mit dem Wortteil Feld“, schreibt Kuklik. Feldhase, Feldhamster, Feldspitzmaus oder Feldlerche gehören dazu. Bei den Tierbeständen gibt es teils besorgniserregende Bestandsrückgänge. „Ein trauriges Beispiel ist die Grauammer. In den 1960er-Jahren war die Art noch sehr häufig. Um die Jahrtausendwende verschwand sie aus dem Peiner Land. Die letzten Paare brüteten bei Soßmar und Bierbergen“, berichtet Kuklik, der noch auf viele weitere interessante Aspekte und Besonderheiten der Bördelandschaft auf Hohenhamelner Gebiet eingeht.

wos

  • Kontakt zur Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft: Hans-Werner Kuklik, Telefon 05302/4854.