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Dickes Plus - trotzdem neue Schulden

Hohenhameln Dickes Plus - trotzdem neue Schulden

Hohenhameln. Die Gemeinde Hohenhameln macht in diesem Jahr ein dickes Plus: Rund eineinhalb Millionen Euro liegen voraussichtlich zum Jahreswechsel noch auf dem Konto. Kurioserweise ist der Haushaltsentwurf für 2014, dem der Gemeinderat in seiner Sitzung heute Abend noch zustimmen muss, dennoch mit einem dicken Minus belastet.

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Das Rathaus der Gemeinde Hohenhameln. Hier tagt heute der Gemeinderat - und entscheidet auch über den Haushaltsplan für 2014.

Quelle: A

Denn hohe Investitionen, besonders aber die Kreisumlage und der niedersächsische Finanzausgleich belasten.

„Wir werden das Jahr mit einem Plus abschließen. Und wir sind die Gemeinde, die weit und breit am Besten dasteht“, sagt Bürgermeister Lutz Erwig (SPD). Das Haushaltsjahr 2013 sei „noch einmal besser als 2012“. Damals hatte man bereits Einnahmen in Rekordhöhe eingefahren. Das bedeutet aber auch: Hohenhameln zahlt mehr denn je an den Landkreis und das Land Niedersachsen, ohne selbst davon zu profitieren (siehe Infokasten). Und dennoch sagt Erwig: „Uns geht es gut. Wir können beruhigt in die Zukunft schauen.“

Dem entgegen steht - vermeintlich - der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Im Ergebnishaushalt rechnet die Gemeinde mit einem Minus von zirka 1,8 Millionen Euro. Auch, weil „gutes kaufmännisches Planen“ es gebiete, Einnahmen tendenziell geringer und Ausgaben höher anzusetzen, sagt Erwig. Ein Minus von 1,8 Millionen Euro hatte die Gemeinde aber beispielsweise auch im Haushalt für 2013 veranschlagt - das tatsächliche Ergebnis sind nun 1,5 Millionen Euro Plus. „Man muss vorsichtig planen“, sagt auch Bürgermeistervertreter Frank Meißner. Aber: „Wenn es 2014 so gut läuft wie in diesem Jahr, wäre der Haushalt danach vermutlich ausgeglichen“ - und auch Schulden aus alten Krediten endlich beglichen. Eingerechnet sind im Ergebnishaushalt nämlich auch mögliche neue Kredite, die die Gemeinde nur nehmen muss, wenn andere Einnahmequellen ausfallen - zum Beispiel, falls ein großer Gewerbesteuerzahler wegfällt.

Die Gemeinde plant zudem große Investitionen im kommenden Jahr: Veranschlagt sind unter anderem 750 000 Euro für das geplante Straßenbauprogramm der Gemeinde. Weitere knapp 500 000 Euro sind für einen möglichen Umbau des Rathausplatzes im Zuge der Arbeiten am ehemaligen Gasthaus Busse eingeplant. 450 000 Euro sind für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Baugebiets „Hoher Weg III“ im Haushaltsplan festgesetzt.

Der Gemeinderat tagt heute ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

js

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