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Der lange Weg des Zuckers

Harber/Clauen Der lange Weg des Zuckers

Der Weg des Zuckers klingt nicht kompliziert – doch dahinter steckt jede Menge Technik und Organisation.

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Harber/Clauen. In der Fahrerkabine schaukelt es wie auf einem Fischerboot, als sich der Roder in die Erde wühlt und langsam über das Rübenfeld schiebt. Drei Meter über der Erde sitzt Jörn Saure – schon seit neun Stunden. Er steuert er die tonnenschwere Maschine über das Feld, nach jeder Runde kippt er Rüben auf die Miete. 45 Lkw-Ladungen liegen dort schon, rund 1800 Tonnen hat er im Laufe des Tages auf dem elf Hektar großen Feld geerntet.

Bis die Rüben in der Fabrik landen, ist der Weg noch weit – denn dahinter steckt jede Menge Logistik. Carsten Bartels hat den Überblick: Der Landwirt aus Harber ist Geschäftsführer der Firma Börderoder, zu der sich etwa 80 Landwirte aus der Region zusammengeschlossen haben. Sie teilen sich die Kosten für Anschaffung, Reparaturen und Personal. „Früher war jeder Landwirt Einzelkämpfer, viele hatten einen eigenen Roder“, sagt Bartels.

Inzwischen wäre das wirtschaftlicher Unsinn: Schließlich kostet so eine Hightech-Maschine fast eine halbe Million Euro.

Auch geliefert wird gemeinsam. Betatrans heißt die zweite Firma, die Bartels zusammen mit anderen führt: 240 Landwirte teilen sich vier große Lastwagen, die rund um die Uhr zwischen Feld und Fabrik pendeln – nur Sonntags ist Pause. Im Schnitt liefert Betatrans täglich 4000 Tonnen Rüben nach Clauen zur Zuckerfabrik.

Dass es vor dem Fabriktor selten Stau gibt, liegt an dem ausgeklügelten Stundenplan, den die Landwirte bekommen. Bartels weiß jeden Tag, wie viele Rüben seine Abfuhrgemeinschaft liefern soll – und hält sich auch genau an die Menge. Im Gegenzug schickt er der Zuckerfabrik jede Woche eine Übersichtskarte, wann auf welchem Feld gerodet wird.

Fahrer und Fabrik dokumentieren exakt, wo wie viel geerntet, geladen und geliefert wird. Die Statistik kann Bartels zu Hause am Computer abrufen, er erfährt sogar, welcher Bauer auf seinem Feld den höchsten Ertrag hatte. Ohne das Internet geht eben nichts mehr – auch in der Landwirtschaft nicht.

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