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Hohenhameln Das Kirchspiel vor 100 Jahren: Auswertung alter Aufzeichnungen
Kreis Peine Hohenhameln Das Kirchspiel vor 100 Jahren: Auswertung alter Aufzeichnungen
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12:01 22.04.2018
Während Giesela Schulz vorliest, sorgt Rolf Schmidt für die bildliche Untermalung. Quelle: privat
Sievershausen

Die Aufzeichnungen wurden vom früheren Pastor Johannes Felix Paul Heinrich Rahn über den Zeitraum von 1909 bis 1920 verfasst. Schwierig und zeitaufwendig gestaltete sich laut Schulz die Übersetzung des 250-seitigen Exemplars in die heutige Schrift. Den Inhalt wollten sie der Öffentlichkeit nicht vorenthalten.

Giesela Schulz hatte ihren Vortrag jahrgangsweise aufgeschlüsselt. Erstmals zum Neujahrsmorgen 1909 habe Pastor Rahn einen ausführlichen Jahresrückblick gegeben. Geburten, Taufen, Hochzeiten, Todesfälle, Abendmahlsfeiern, Spendenaufkommen und weitere Details waren säuberlich erfasst und mit dem Vorjahr verglichen.

Auch das Wettergeschehen wurde stets festgehalten. So gab es im Sommer 1911 teilweise Temperaturen bis zu 40 Grad – Kühleinrichtungen gab es noch nicht. So musste alles schnell anderweitig konserviert werden.

Während des Ersten Weltkrieges meldeten sich zahlreiche Freiwillige zum Kriegseinsatz. Der Enthusiasmus sei riesengroß gewesen. Man war diesem Ansturm nicht gewachsen und musste manche Bürger wieder nach Hause schicken. Die Truppenbewegungen, hauptsächlich auf der Bahnstrecke Hannover – Berlin lösten Begeisterung unter der Bevölkerung aus. „Der Dorfarzt Müller musste sich so manchen Vorwurf der Nichtberücksichtigung oder Zurückstellung zum Kriegseinsatz anhören“, so die Rednerin. Überall wehten Siegesfahnen und die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung sei hoch gewesen.

Die ländliche Bevölkerung war vom Sieg des Ersten Weltkrieges überzeugt, musste dann aber die Niederlage eingestehen. Mörder und dubiose Gestalten seien es gewesen, die zur Niederlage geführt hätten, so die Kommentare der Menschen.

Der Chronist und Seelsorger Rahn traf den Ton der Bevölkerung. Seinem Wunsch entsprechend wurde er 1954 auf dem Sievershäuser Friedhof beerdigt. 60 Jahre nach seinem Tod fand der Kirchenvorstand diesen Zustand unwürdig und ließ die Grabstätte räumen. Betroffenes Schweigen beendete die von etwa 60 Besuchern verfolgte Veranstaltung.

Von Laura Wübbenhorst

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