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Hohenhameln Clauener radelte 1031 Kilometer nach Hause
Kreis Peine Hohenhameln Clauener radelte 1031 Kilometer nach Hause
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00:16 18.05.2013
1031 Kilometer radelten Hans-Georg Gläsner (im gelben Trikot) und Gerd Gläsner nach Hause. Quelle: oh
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Auf der letzten Etappe der Strecke rief die PAZ an, um nachzufragen: Wie kommt man auf so eine verrückte Idee?

Herr Gläsner, wie weit radeln Sie auf Ihrer Reise?

Insgesamt 1031 Kilometer. Wir sind nicht ganz den direkten Weg gefahren: Von Füssen aus haben wir einen kurzen Abstecher nach Österreich gemacht. Und kurz vor dem Ziel sind wir eine kleine Schleife gefahren, um die 1000 Kilometer zu knacken. Sonst wären wir bei 940 zu Hause gewesen, das ging natürlich gar nicht.

Machen Sie und Ihr Bruder öfter solche Touren?

Wir fahren seit mindestens 20 Jahren immer mal zusammen Rad, aber so lang wie diesmal waren wir noch nie unterwegs. Vergangenes Jahr haben wir 750 Kilometer geschafft – da sind wir in Luxemburg gestartet.

Eine extreme Art, Urlaub zu machen – was fasziniert Sie daran?

Dass man von ganz weit aus der Ferne zurück nach Hause kommt. Man ist jeden Tag ein Stück näher dran an der Heimat.

Klingt idyllisch – aber tut Ihnen nicht der Hintern weh?

Man gewöhnt sich daran. Wenn es anstrengend wird, zähle ich Leitpfosten, das lenkt ab.

Was war Ihr schönstes Erlebnis auf der Strecke?

Schloss Neuschwanstein war toll, das sieht man schon von sehr weit aus der Ferne. Beeindruckend war auch die Hilfsbereitschaft einiger Radfahr-Kollegen: Mein Bruder hatte einen Platten, aber unser Reifenkleber war eingetrocknet. Da hielten zwei andere Radfahrer an und haben uns zwei Tuben geschenkt.

Was war das anstrengste Stück der Reise?

Das war kurz vor Fulda: Da ging es gefühlte drei Kilometer steil bergan, das war mörderisch. Da half selbst Leitpfosten-Zählen nicht mehr.

1031 Kilometer – wie lang haben Sie für diese Strecke gebraucht?

Wir sind pro Tag sechs bis sieben Stunden gefahren und haben im Schnitt 115 Kilometer geschafft. Eigentlich hatten wir zwölf Tage eingeplant, jetzt sind wir schon nach neun zurück.

Und – sind Sie traurig, dass der Urlaub schneller vorbei war als geplant?

Nein, überhaupt nicht. Ich freue mich auf meine Badewanne.

Interview: Susann Reichert

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