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Björn Thümler besuchte Hohenhamelner Betriebe

Hohenhameln Björn Thümler besuchte Hohenhamelner Betriebe

Hohenhameln. Zu wenig Nachwuchskräfte, zu viel Bürokratie: Hohenhamelns Unternehmer plagen so manche Sorgen. Björn Thümler hat sie sich gestern angehört: Auf seiner Frühjahrstour durch Südost-Niedersachsen besuchte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag gestern auch zwei Hohenhamelner Betriebe.

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CDU-Fraktionschef Björn Thümler (r.) mit Hohenhamelner CDU-Mitgliedern sowie Ingo (l.) und Jens Sewert (M.), den Chefs der gleichnamigen Spedition.

Quelle: ISABELL MASSEL

In Deutschland gibt es zu viele Regeln, da sind sich die Speditions-Geschäftsführer Ingo und Jens Sewert mit dem Dachdecker Michael Holsteiner einig. Beide Hohenhamelner Firmen hat Björn Thümler gestern besucht – und er bekam die Bitte mit auf den Weg, Bürokratie abzubauen.

„Der Verwaltungsaufwand ist riesengroß geworden, und diese ganzen Genehmigungen kosten viel Zeit“, meinte Holsteiner. Jens Sewert sieht das ebenso: „Wir haben momentan zwei Leute, die sich nur noch mit Vorschriften und Statistiken beschäftigen“, sagte er. Nicht nur die Kaufleute seinen davon betroffen, sondern auch die Lastwagenfahrer, deren Lenkzeiten und Ruhepausen genau geregelt sind. Kein gutes System, findet Ingo Sewert: „Wenn man den Druck im Nacken hat, genau auf Zeit zu fahren, fährt man eben schneller – ob das sicherer ist, weiß ich nicht.“

Weniger Bürokratie ist auch Thümlers Ziel: „Wir haben schon ein Drittel aller Vorschriften in Niedersachsen abgeschafft“, versicherte der Politiker. „Da waren aber auch unglaubliche Sachen dabei – etwa, dass die Dienstreise mit Eintritt des Todes endet.“

Nicht nur Bürokratie, sondern auch Nachwuchs-Sorgen plagen die Chefs der Spedition: „Es kommen nicht genug gute Leute nach“, sagte Ingo Sewert. Manche Bewerber könnten kaum das kleine Einmaleins. „Vor zehn oder 15 Jahren war das anders“, meint er. Viele Firmen würden deshalb schon nicht mehr selbst ausbilden – die Spedition habe aber noch acht Azubis bei derzeit rund 80 Mitarbeitern. Gut so, fand Thümler: „Zu sagen, man bildet gar nicht mehr aus, ist falsch – Fachkräfte wachsen ja nicht auf Bäumen.“

Auch an die lokale Politik hatten die Unternehmer bei der Gelegenheit eine Bitte: Die Ziegeleistraße sei ständig zugeparkt, das müsse sich ändern. „Da kann ein Lkw gerade so im Slalom durchfahren“, sagte Jens Sewert. sur

Hintergrund

Auch um Umweltpolitik ging es bei Thümlers Besuch in Hohenhameln. Die Umweltzone in Hannover, über die sich viele Handwerker beschwerten, hält er für sinnlos – wichtig sei aber, Energie zu sparen. „Man muss schon im Kindergarten lernen, mit Strom umzugehen“, sagte Thümler. „Es wird viel Energie verschleudert – und dann wundert man sich, warum die Abrechnung so hoch ist.“ Michael Holsteiner hört das sicher gern: Dächer energetisch zu sanieren, ist derzeit sein Hauptgeschäft. „Die günstigste Energie ist immer die eingesparte“, meint er. Im Februar hatte er noch Überstunden gemacht, um Photovoltaik-Anlagen zu bauen, bevor die Solarförderung gekürzt wird. Laut Thümler ist das aber zu Recht geschehen: „Die EEG-Förderung hat zehn Milliarden Euro gekostet, aber der Energiegewinn daraus war gar nicht so groß“, sagte er.

sur

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