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Biogasanlage schluckt nun auch Hühnermist

Harber Biogasanlage schluckt nun auch Hühnermist

Die Biogas-Anlage in Harber sorgt für Ärger: Die Dorfbewohner haben Angst vor Gestank, weil die Anlage nun auch mit Hühnermist befüllt wird und mehr als doppelt so viel Rindergülle schluckt wie ursprünglich geplant.

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Wird mit deutlich mehr Gülle befüllt als ursprünglich geplant: Die Biogas-Anlage in Harber.

Quelle: cb

Harber. 11 500 Tonnen Mais, 5300 Tonnen Rindermist und -gülle sowie 400 Tonnen Hühnerkot sollen pro Jahr in die Biogas-Anlage wandern. So lauten die neuesten Zahlen, die Bernd Bothmer von der Gemeinde Hohenhameln im Ortsrat Harber bekannt gab. Noch vor drei Jahren, als die Anlage geplant wurde, war von nur 2000 Tonnen Rindergülle die Rede gewesen. Hühnerkot sollte ursprünglich gar nicht verwendet werden.

Die Dorfbewohner fürchten, dass die Anlage nun stärker stinkt. „Unverschämt“ nannte Ortsrats-Mitglied Hansgeorg Böttcher (CDU) die Änderung der Füllmengen, als „undemokratisch“ bezeichnete sie Ulrich Helwes (SPD) – schließlich sei weder der Ortsrat noch die Gemeinde vorher gefragt worden.

Rein rechtlich ist das jedoch in Ordnung. Die Betreiber der Anlage benötigen für die Änderung nicht einmal eine Genehmigung vom Gewerbeaufsichtsamt in Braunschweig, weil sie sich „nicht wesentlich auf die Umwelt auswirkt“, sagte Behördenleiter Andreas Aplowski gestern auf PAZ-Anfrage. Die ursprünglichen Geruchs-Grenzwerte seien auch weiterhin einzuhalten. „Es ist nicht zu befürchten, dass Geruchsimmissionen in mehr als zehn Prozent der Jahresstunden auftreten“, meinte Aplowski und bezog sich damit auf den Grenzwert  im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Im Klartext: Fast zweieinhalb Stunden pro Tag darf es stinken.

Dass die Betreiber der Biogasanlage den Anteil an Rindergülle erhöht haben, liegt an der staatlichen Förderung: „Der Einsatz von Rindergülle in Biogasanlagen wird aus ökologischer Sicht besonders gefördert“, erklärte Bernd Ballüer, einer der Geschäftsführer der Firma Bioenergie Harber. „Daher haben zwischenzeitlich regional ansässige landwirtschaftliche Betriebe angefragt, ob die Biogasanlage die Rindergülle abnimmt.“

Noch weiter erhöht werden solle der Gülle-Anteil jedoch nicht, sagte Ballüer. „Ein Drittel Gülle, zwei Drittel Mais – das ist die Obergrenze, sonst rechnet sich das nicht mehr. Gülle hat ja nicht den gleichen Ertrag wie Mais.“

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