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Hohenhameln Biogasanlage Mehrum von Insolvenzdes Mutterkonzerns nicht direkt betroffen
Kreis Peine Hohenhameln Biogasanlage Mehrum von Insolvenzdes Mutterkonzerns nicht direkt betroffen
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20:00 02.10.2014
Auf dem Gelände der Biogasanlage laufen die Arbeiten wie gewohnt. „Wir sind als eigenständige GmbH von der vorläufigen Insolvenz der AC Biogas nicht direkt betroffen“, betont Betriebsleiter Jens Reimann. Quelle: im

Die Mehrumer seien finanziell von der Muttergesellschaft weitgehend unabhängig. „Alle Zahlungen laufen regulär und wir erfüllen alle Lieferverträge“, sagt Reimann, der darauf hinweist, dass die Anlage in Mehrum wirtschaftlich arbeitet. Er betont, dass die Geschäftspartner vor Ort sich keine Sorgen machen müssten.

Die AC Biogas hat bezüglich der Insolvenz eine Pressemitteilung herausgegeben. Der insolvente Energieerzeuger und -vermarkter bekommt die Chance, eine Fortführungsperspektive zu entwickeln: Es gibt eine Einigung der Gesellschafter und Banken über die weitere Finanzierung der Unternehmensgruppe. Ein Gesamtfinanzierungspaket in Höhe von 50 Millionen Euro soll den Geschäftsbetrieb aller Holding- und Tochtergesellschaften mittelfristig sichern.

Das Amtsgericht Münster, bei dem der Insolvenzantrag gestellt wurde, stimmte der Restrukturierung in Eigenverwaltung zu. Damit wird auf einen bestellten Insolvenzverwalter verzichtet - ein Indiz dafür, dass man der Unternehmensgruppe gute Zukunftschancen gibt. Betriebsbedingte Kündigungen oder Schließungen einzelner Betriebsstätten sind derzeit nicht geplant.

Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich Anfang Dezember eröffnet. Bis dahin besteht nun Zeit, eine Fortführungsperspektive zu entwickeln. „Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Neuordnung der Unternehmensgruppe bis zum Frühjahr kommenden Jahres erfolgreich umgesetzt werden kann“, heißt es in der Mitteilung von Pressesprecher Jörg Nolte.

In der Anlage in Mehrum wird das Biogas nicht ausschließlich verstromt, sondern zu Biomethan aufbereitet und in das lokale Erdgasnetz eingespeist. Rund 60 ortsansässige Landwirte und Genossenschaften beliefern die Anlage. Die Mitarbeiter sind zum Teil über eine Holding-Gesellschaft angestellt, die auch die Löhne zahlt. Die Gehälter sind bis Ende November über das Insolvenzgeld abgesichert.

wos