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Hohenhameln Eine Praxis zieht extra für den Dorfladen um
Kreis Peine Hohenhameln Eine Praxis zieht extra für den Dorfladen um
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00:18 11.01.2019
Gunnar und Almuth Sprengel vor der jetzigen Praxis, in der der Dorfladen entstehen könnte. Quelle: Dennis Nobbe
Bierbergen

Die Idee für einen Dorfladen entstand im März 2017. „In Bierbergen gibt es schon seit Jahren keinen Laden mehr, der nächste Supermarkt ist in Hohenhameln. Da war der Gedanke: Jemand müsste sich mal um die Sache kümmern“, schildert Gunnar Sprengel, der die Idee zusammen mit seiner Frau Almuth dem Ortsrat vorstellte. „Wir wollen keinen typischen Tante-Emma-Laden, möglichst viele Leute aus dem Dorf sollen als stille Gesellschafter beteiligt sein.“ Almuth Sprengel ergänzt: „Außerdem soll der Laden nicht nur als Nahversorger, sondern auch als sozialer Treffpunkt dienen.“

76 Anteilseigner und siebenköpfiger Beirat

Schnell fanden sich viele Gleichgesinnte. Sprengels holten Hilfe von Experten ein, im November 2017 erfolgte die Gründungsversammlung für die Gesellschafter des Dorfladen-Projekts. 36 Anteilseigner waren es damals, heute sind es 76, der Beirat besteht aus sieben Personen. 23 000 Euro sind aus privaten Mitteln für den Laden zusammengekommen.

Die Suche nach einem geeigneten Standort gestaltete sich schwierig. Der Umbau einer alten Scheune etwa, die zur Verfügung gestanden hätte, wäre zu teuer gewesen. 2018 kam die Idee, die seit vier Jahren bestehende Praxis der Heilpraktikerin für Physiotherapie Almuth Sprengel zur Verkaufsfläche umzubauen. „Dies war letztendlich die einzige Option in Sachen Lage und Kosten“, so Gunnar Sprengel.

Almuth Sprengel wolle sich im Fall der Umsetzung neue Räume für die Praxis suchen. „Natürlich möchte ich auch in Bierbergen bleiben“, sagt sie. Der Dorfladen sei ihr allerdings so wichtig, dass sie den Umzug in Kauf nehmen würde.

Prüfung der Bauvoranfrage im Januar

Nach einem Umbau, bei dem auch einige Wände eingerissen werden müssten, stünden circa 100 Quadratmeter Verkaufsfläche für den Dorfladen zur Verfügung. Für die Planung konnte der Beirat eine Architektin gewinnen, die auch den Dorfladen in Immensen plant. Jetzt bleibe abzuwarten, wie die Kostenkalkulation, die im Sommer erfolgen soll, ausfällt – die Prüfung der Bauvoranfrage stehe noch in diesem Monat aus. Nicht nur der Umbau muss erfolgen, auch Ausstattung, Waren und ein Grundkapital müssen schließlich vorhanden sein.

Fördermittel könnten beantrag werden

Sollte alles gut verlaufen, könnten EU-Fördermittel in Höhe bis zu 45 Prozent beantragt werden. Frühestens 2020 könnte mit dem Bau begonnen werden. „Wir hoffen, im Sommer einen großen Schritt weiter zu sein. Die Motivation ist bei allen beteiligten auf jeden Fall groß“, so Almuth Sprengel abschließend.

Von Dennis Nobbe

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