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Hohenhameln Betrügerische Bettelei in Peine: Hohenhamelnerin (61) war Hauptzeugin
Kreis Peine Hohenhameln Betrügerische Bettelei in Peine: Hohenhamelnerin (61) war Hauptzeugin
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23:00 13.08.2014
Wegen betrügerischer Bettelei stand nun eine 24-Jährige vor dem Peiner Amtsgericht. Die Hauptzeugin: eine 61 Jahre alte Hohenhamelnerin. Quelle: A
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Die Hohenhamelnerin und ein Polizist (54), der in seiner Freizeit ebenfalls angebettelt worden war, konnten als Zeugen vor Gericht eine Täterin (24) zweifelsfrei identifizieren. Die junge Frau stand nun vor dem Peiner Amtsgericht. In einem sogenannten beschleunigten Verfahren wurde die falsche Spendensammlerin gleich am Tag darauf zu einer Geldstrafe in Höhe von 450 Euro verurteilt.

Die Delinquentin, die kein Deutsch spricht, machte über ihre Dolmetscherin von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Doch nach den Aussagen der beiden Passanten und der alarmierten Polizisten wurde die 24-jährige Arbeitslose einwandfrei identifiziert, zudem war sie auf frischer Tat ertappt worden. Das Klemmbrett, mit dem die Ausländerin den Passanten wortlos entgegengetreten war, wurde in ihrer Tasche gefunden, der Bettel-Zettel lag zerknüllt daneben.

Die Gehörlosen-Organisation, für die die Frau angeblich sammelte, gibt es nicht. Größere Geldbeträge werden bei solchen Aktionen sofort weitergegeben, damit sie - wie in diesem Fall - nicht der Polizei in die Hände fallen. Lediglich 1,13 Euro Bargeld fand die Polizistin bei der Durchsuchung der Frau.

„Ich habe in Braunschweig auch mit der Aufklärung solcher Betrugsfälle zu tun, da sind immer mehrere gleichzeitig unterwegs“, sagte ein Polizist. Der Freund der Angeklagten war für ihn ein „alter Bekannter“. Noch im Gerichtssaal nahmen Polizisten die Daten einer Frau in den Zuhörerreihen auf, in der die 61 Jahre alte Zeugin aus Hohenhameln eine weitere Spendensammlerin aus Peine wiederzuerkennen meinte. Diese habe sie als Erste mit dem Klemmbrett zu einer Spende aufgefordert.

„Ich bin mir völlig darüber im Klaren, dass hier nur ein ganz kleines Licht auf der Anklagebank sitzt“, sagte der Staatsanwalt in Anspielung auf die Organisation solcher betrügerischen Bettelgruppen. Neben der Geldstrafe muss die junge Frau, die bisher nicht straffällig geworden war, auch die Kosten des Verfahrens tragen. Der Strafrichter wies darauf hin, dass ihr bei Nichtzahlung der Strafe 45 Tage Gefängnis drohten.

hui

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