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Hohenhameln Bester Dachdecker-Geselle kommt aus Hohenhameln
Kreis Peine Hohenhameln Bester Dachdecker-Geselle kommt aus Hohenhameln
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22:30 10.08.2012
Jonas Dornbusch (l.) hat seine Dachdecker-Ausbildung als Bester abgeschlossen, Vater Ulrich ist stolz auf seinen Azubi. Quelle: sz
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Über das gute Abschneiden seines Auszubildenden freut sich nicht zuletzt sein Lehrherr: Ulrich Dornbusch ist mindestens so stolz wie sein Sohn.

„Jetzt kann Jonas am Kammerentscheid teilnehmen und sich vielleicht sogar für den Landesentscheid qualifizieren“, erklärt er. Dafür wird Jonas Dornbusch ab September eine rechte Schieferwandkehle fertigen, die dann von einer Fachjury der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg begutachtet und bewertet wird.

Mit dem Wettkampf ist der Leistungsschwimmer aufgewachsen. „Seit meinem neunten Lebensjahr schwimme ich und habe auch an den Deutschen Meisterschaften in Berlin teilgenommen“, erzählt der junge Dachdecker. Er wurde Zwölfter des Jahrgangs 1992 in der Disziplin 200 Meter Rücken. Als Junge trainierte er vor der Schule und danach, heute schwimmt er sechsmal wöchentlich zweieinhalb Stunden lang jeweils sechs bis sieben Kilometer, am liebsten Delphin. Für sein zweites Hobby Angeln hat er fast nur noch im Urlaub Zeit.

Dass es beruflich einmal hoch hinaus gehen sollte, stand für den sportlichen jungen Mann bereits früh fest. „Ich wollte schon mit 14 Dachdecker werden“, erklärt er. Auch die 26-jährige Schwester ist vom Fach. „Derzeit schreibt sie ihre Diplomarbeit als Bau-Ingenieurin“, berichtet Ulrich Dornbusch.

Wenn der Junior nach einigen Gesellenjahren seine Meisterprüfung macht und die Firma übernimmt, wird er sie in vierter Generation führen. Dass seine Dachdeckerei einmal mit 25 Mitarbeitern eine der größten der Region sein würde, hat sich Urgroßvater Karl Heineke bei der Gründung 1933 sicher nicht träumen lassen. Ein vergilbtes Foto in den Firmenräumen zeigt ihn, wie er 1936 freischwebend den Hohenhamelner Kirchturm repariert. Auch die Dornbuschs wollen demnächst ganz hoch hinaus: „Wir müssen demnächst in Clauen auf die Kirchturmspitze, weil da eine Reparatur fällig ist“, kündigt der Chef an.

sz

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