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Hohenhameln Bernd Sander präsentierte in Hohenhameln Lieder von Reinhard Mey
Kreis Peine Hohenhameln Bernd Sander präsentierte in Hohenhameln Lieder von Reinhard Mey
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15:00 03.10.2018
Beherzt sangen alle Zuhörer das Motto des Liederabends „Über den Wolken“ – manche auswendig, manche mit Textvorlage. Quelle: Fotos: Helmut Lange
Hohenhameln

Zu einem schlichten Liederabend im Charakter einer traditionellen Hausmusik hatte der Kulturverein Hohenhameln eingeladen. Doch statt einer vermutet kleinen Zuhörerschar strömten in das Dorfgemeinschaftshaus jedoch exakt 100 Gäste, die im großen Saal an (gedeckten) Tischen annähernd drei Stunden lang den mehr oder weniger bekannten Liedern von Reinhard Mey lauschten.

Bernd Sander, ehemaliges Mitglied des Jungen Chores Bad Salzdetfurth, interpretierte als Reinhard-Mey-Enthusiast authentisch 25 Werke des großen Liedermachers. Quelle: Helmut Lange

Bernd Sander, früheres Mitglied des von Helmut Lange geleiteten Jungen Chores Bad Salzdetfurth, hatte ein variationsreiches Programm mit Werken des großen Liedermachers zusammengestellt, die er selbst mit stimmlich hervorragender Disposition und instrumental äußerst versiert interpretierte. Zwischen seinen Vorträgen plauderte er mit den Zuhörern über Lebensphasen von Reinhard Mey, die sich seit Mitte der 60er Jahre in seinen zahllosen Liedern niederschlugen.

Ergreifendes über den Moment hinaus

Waren es familiäre Erlebnisse, soziale Probleme und schlichtes Sinnieren über einen bewegenden Augenblick, die ihn zum Schreiben und Komponieren veranlassten: Reinhard Mey vertonte und dichtete Ergreifendes mit einer Gültigkeit über den Moment hinaus.

Neben vielen Liedern, die sich menschlichen Fragestellungen zwischen Generationen oder dem Wunsch nach Anhalten der Zeit widmen, kennzeichnete Bernd Sander das bereits im Jahre 1974 komponierte, ergreifende Stück „Es gibt keine Maikäfer mehr“ als zeitlosen Transfer auch zur heutigen Glyphosat-Nutzung in der Landwirtschaft, die den Lebensraum der Insekten zerstört und gleichzeitig unser Leben bedroht.

Texte hautnah und nachdenklich

Sind es einerseits die Texte, die immer wieder hautnah den Zuhörer nachdenklich stimmen und nicht loslassen („Komm, gieß´ mein Glas noch einmal ein“ oder „Mein Apfelbäumchen“), so ist es oft gerade die sich bedingende Kongruenz zwischen Text und Vertonung, denen sich der berührte Zuhörer nicht entziehen kann.

Wohltuend abwechselnd reihen sich dabei – begleitet von herzhaftem Lachen im Saal – das spaßige „Aller guten Dinge sind drei“ oder die Sozialpersiflage „Männer im Baumarkt“ ein.

Natürlich musste und wollte das Publikum auch selbst aktiv werden. Zweimal lud Bernd Sander dazu ein, kräftig mitzusingen: Dabei gelang die Umsetzung von „Über den Wolken“, dem Titel des Liederabends, verständlicherweise am lautesten.

„Gute Nacht, Freunde“ sangen alle mit

Doch auch das abschließende „Gute Nacht, Freunde“ sangen ausnahmslos alle 100 Kehlen, jetzt allerdings viel inniger; denn dieser Liederabend hatte in seinen zahllosen Schattierungen längst die Seele aller Zuhörer berührt.

Dankbarer Applaus und zwei Zugaben beschlossen ein wertvolles Kulturereignis.

Von Helmut Lange

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