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Bei fauchender Flamme geschmeidig bleiben

Heiße Berufe Bei fauchender Flamme geschmeidig bleiben

Gierig schlägt die Flamme aus dem Brenner, weicht Bitumenbahnen an und ermöglicht so ein Zusammenkleben der Dichtschicht im Mehrumer Hallenbad. Die T-Shirts kleben auf den Körpern der Arbeiter, Schweiß steht auf der Stirn, die Temperatur in dem abgeteilten Nichtschwimmer- und Plantschbeckenteil hat lässig 35 Grad. „Mindestens“, sagt Jan Hölzel, und nimmt einen großen Schluck aus der Wasserflasche, „mindestens.“

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Mit offener Flamme Bitumen-Abdichtungen kleben: Bei mehr als 35 Grad haben Dennis Ekinci und seine Kollegen Sehmus Özdogan (Mitte) und Jan Hölzel im Mehrumer Hallenbad alle Hände voll zu tun.

Quelle: Christian Bierwagen

Hohenhameln-Mehrum. Feuchtigkeit ist aus den Abläufen rund um das Nichtschwimmer- und Platschbecken in den Keller des Hallenbades vorgedrungen und muss abgestellt werden. „Da diese Abläufe undicht waren, konnte nicht das gesamte Wasser in den Kreislauf zurückgeführt werden, sondern drang in den Estrichboden ein“, sagt Bernd Bothmer, Fachbereichsleiter Bauen bei der Gemeinde Hohenhameln. Kosten: 64 000 Euro.

In den Sommerferien haben die Arbeiter nun den Estrich aufgestemmt und beseitigt. „24 Zentimeter inklusive Dämmung“, sagt Sehmus Özdogan, „alles musste raus.“ Die Beckenumrandung wird komplett erneuert, gemeinsam mit seinem Kollegen Dennis Ekinci klebt er die unter Hitze geschmeidig gemachten Bitumenbahnen bis hoch an den Beckenrand, damit kein Wasser mehr darunter laufen kann. Dann kommt die neue Dämmung drauf, Estrich wird aufgetragen, und schließlich kleben die Arbeiter die Fliesen.

Große Löcher klaffen in den vier Wärmebänken: Die Heizung wird erneuert, eine neue, L-förmige Wärmebank ist hinzugekommen. Der Förderverein hat sie spendiert, 4200 Euro kostet die Sitzgelegenheit, die den Müttern beim Aufpassen auf ihre Kinder einen angenehmen Platz bietet und gleichzeitig als Sperre für einen weiteren Ablauf genutzt wird. „Dieser Ablauf war nicht mit dem Wasserkreislauf verbunden, sondern führte in den Abwasserkanal“, sagt Bothmer. Wasserverluste waren die Folge. In Lindgrün soll das Plantschbecken gefliest werden, der Boden wird weiß. Noch stehen Kleber-Eimer, liegen Mörtelsäcke und Werkzeug im Becken. Rohre werden zugeschnitten – und der Schweiß läuft.

Schwimm-Meister Peter Dannenberg hat den Überblick: „Am Montag, 3. August, läuft ab 6.30 Uhr wieder der Badebetrieb im großen Becken“, sagt er. Der Teil für die Nichtschwimmer und Kinder ist mit Folie vom Hauptbecken abgetrennt, Wasser ist schon drin: „30,2 Grad, so wie es sein soll“, sagt Dannenberg, „wobei – 30 Grad reichen auch.“ Morgen bekommt das Aue-Bad seine Endreinigung in der Schwimmer-Abteilung. Das Kassenhäuschen ist durch neue Arbeitsplatten aufgewertet worden, die Arbeiter vom Bauhof haben gut zu tun.

„Wir haben die Zeit der Sommerferien auch dazu genutzt, die Aktiv-Kohle auszutauschen und kleinere Reparaturen und Einstellungsverbesserungen, etwa an der Chlordosierung, vorzunehmen“, sagte Bothmer. Anfang September sollen der Nichtschwimmer und das Plantschbecken fertig sein.

Michael Schröder

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