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Hohenhameln Bauarbeiten am Kirchturm sind fast abgeschlossen
Kreis Peine Hohenhameln Bauarbeiten am Kirchturm sind fast abgeschlossen
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06:16 20.08.2012
Zehn Zentimeter tief bohrt der Maurer Markus Bartke in den Stein und schraubt das Edelstahl-Gitter fest. Quelle: sur
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Die Ungeduld wächst: Bei den Bürgern, beim Kirchenvorstand, sogar bei Oliver Wolf von der Landeskirche, der die Bauarbeiten leitet. „Ich will das Gerüst nicht mehr sehen“, sagt er. „Im Oktober hat das fertig zu sein.“

Seit zwei Jahren und vier Monaten ist der Turm der Laurentiuskirche von einem Baugerüst umgeben. Erst sollte nur das Kupferdach erneuert werden, dann entdeckten die Arbeiter Schäden an der Fassade. Der empfindliche Kalkstein war an etlichen Stellen abgeplatzt, Hohenhamelns Wahrzeichen drohte zu zerbröseln.

Inzwischen haben Fachleute die beschädigten Fassadenteile ausgetauscht. Eine Schicht Putz soll sie künftig vor Wind und Wetter schützen. Nur um die Fenster herum wird die Fassade nicht verputzt: „Dort möchten wir etwas vom Naturstein erhalten“, sagt Wolf.

Viel ist nicht mehr zu tun.Bauarbeiter schrauben gerade ein Edelstahl-Gitter an den Kirchturm, das dem Putz Halt geben soll. In acht Tagen können die Putzarbeiten beginnen, fünf Wochen später wird alles fertig sein. „Wir schaffen das bis Ende September“, versichert Frank Jödicke, der Chef der Sanierungs-Firma.

Bei der Baubesprechung vor wenigen Tagen hatte der Kirchenvorstand Druck gemacht und mehr Personal auf der Baustelle gefordert, damit die Arbeiten schneller vorangehen. „Wir wollen endlich mal sehen, wie der Kirchturm fertig aussieht“, sagte der Ehren-Kirchenvorsteher Gerhard Bollmann. Bald hat das Warten ein Ende: Im Oktober bekommt die Kirchturmuhr ein neues Ziffernblatt, das alte war so kaputt, dass es im alten Stil nachgebaut worden ist. Ist das erledigt, kann auch das Gerüst verschwinden. Viele Hohenhamelner werden sagen: Endlich. sur

Die Chronik der Bauarbeiten

Zehn Monate sollte die Kirchturm-Sanierung dauern – zweieinhalb Jahre sind daraus geworden. Eine Chronik:

Mitte April 2010: Der Gerüstbau beginnt. Für fast eine Million Euro soll das Kupferdach der Turmspitzen saniert werden.

Ende April: Die goldenen Kugeln und der Wetterhahn werden von den Kirchturmspitzen entfernt – damit Diebe nicht aufs Gerüst klettern und sie stehlen.

Mai 2011: Das Dach ist fertig saniert, aber die Bauarbeiter haben Schäden am Mauerwerk entdeckt. Ob für die Sanierung Geld da ist, ist zunächst unklar. Das Gerüst bleibt vorsichtshalber stehen.

Ende April 2012: Die Fassadensanierung beginnt.

sur

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