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Hohenhameln An der Seniorenwohnanlage entsteht ein Sinnesgarten
Kreis Peine Hohenhameln An der Seniorenwohnanlage entsteht ein Sinnesgarten
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16:00 11.05.2016
Bei der Gestaltung des neuen Sinnesgartens fassten alle kräftig mit an Quelle: wos

Die Planungen und Vorbereitungen laufen schon seit Monaten (PAZ berichtete). Mit dabei sind Helfer von der Generationenhilfe Börderegion „Hand in Hand“, der Wahlpflichtkurs Kunst der Realschule Hohenhameln, „Pfingstanger“-Mitarbeiter und natürlich -Bewohner.

Die älteren Herrschaften können zwar selbst oft nur noch eingeschränkt aktiv mitwirken - das hält sie aber nicht davon ab, die Dinge mit großem Interesse zu verfolgen und sich über die häufigen Besuche insbesondere der Achtklässler von der Realschule zu freuen. „Ein Sinnesgarten ist speziell darauf ausgelegt, die verschiedenen Sinne des Menschen anzusprechen. So werden wir Gemüse, Beerensträucher und vieles mehr anpflanzen, das man essen und damit schmecken kann. Später dürfen auch Nachbars Hühner einen Teil des Gartens mitnutzen, für Insekten und andere Wildtiere werden Unterschlüpfe angeboten“, erklärt Alltagsbegleiterin Dorothea Gronewold grob das Konzept. Sie bringt auch als gelernte Floristin ihr Wissen mit ein.

„Darüber hinaus sollen abwechselnd blühende, heimische Blumen und Duftsträucher den Geruchssinn anregen. Natürlich darf alles angefasst werden und man kann den Geräuschen der Natur lauschen. Und die Schüler fertigen unter anderem kleine Kunstwerke an, die zum Schauen einladen“, fasst Gisela Grote von der Generationenhilfe zusammen, während im Hintergrund einige Männer - darunter zwei Flüchtlinge - mit vereinten Kräften einen Geräteschuppen zusammenbauen.

„Zuerst hatten die meisten von uns schon ein wenig Scheu, ins Seniorenheim zu gehen. Aber das hat sich längst gelegt, und wir freuen uns immer sehr auf die Besuche und fühlen uns sehr gut aufgenommen“, sagt Schülerin Katharina während einer kleinen Pause. „Wir haben uns mit den Schülern intensiv mit dem Älterwerden und dessen Begleiterscheinungen wie Demenz auseinandergesetzt. Aber auch die Sinne, ihre Bedeutung und Funktion wurden thematisiert“, erklären die Lehrerinnen Claudia Gerling und Christina Hagemann, die den Wahlpflichtkurs Kunst leiten. Besonders schön sei es für die Schüler zu erleben, dass ihre künstlerischen Arbeiten wie etwa aus Ytong-Steinen gefertigte Tierskulpturen oder aus Beton gegossene Blumen einen dauerhaften Platz finden und gewürdigt werden.

Natürlich ist trotz aller ehrenamtlicher Arbeit ein solches Projekt mit Kosten verbunden. „Allen Unterstützern und Spendern ein herzliches Dankeschön“, sagen alle Beteiligten. Der Garten soll später auch der Öffentlichkeit zugänglich sein. Geplant sind feste Öffnungszeiten, aber auch Info- oder Kunst-Veranstaltungen oder die gemeinsame Arbeit von Kindern, Senioren und anderen Menschen, um den Garten zu pflegen, zu erhalten und weiterzuentwickeln, erklären die Verantwortlichen. Denn eines sei klar: Ein solches Projekt wird eigentlich nie wirklich fertig.

  • Für den 24. September ist eine Eröffnungsfeier geplant. Genauere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Von Kerstin Wosnitza

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