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4500 Liter Milch aus Bierbergen

Hohenhameln 4500 Liter Milch aus Bierbergen

Bis die Milch im Supermarkt steht, müssen Bauern viel arbeiten: Im Kuhstall von Familie Decker in Bierbergen sind die Mitarbeiter allein mit dem Melken rund fünf Stunden am Tag beschäftigt.

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Im Stall: Anke Decker bei den Milchkühen. Die Tiere fressen täglich 50 Kilo Gas, Mais, Rüben und Kraftfutter – und geben im Schnitt 30 Liter Milch.

Quelle: im

Bierbergen . Morgens um halb sechs steht Ludwig Decker schon bereit, um Kitty, Jette und Lisolde zu melken. Der Seniorchef kennt jede seiner Milchkühe mit Namen – inzwischen sind es 200 an der Zahl. Bevor die Tiere an die Melkmaschine angeschlossen werden, werden die ersten Spritzer von Hand gemolken. „Ein erfahrener Melker sieht daran sofort, ob eine Kuh krank ist“, sagt Schwiegertochter Anke Decker. „Die Milch müsste dann auf jeden Fall entsorgt werden.“

Angenommen, jeder Einwohner der Gemeinde Hohenhameln trinkt täglich einen halben Liter Milch: Die Kühe von Familie Decker könnten den Bedarf fast decken. Rund 4500 Liter geben sie am Tag – die wandern allerdings nicht direkt in die Supermärkte der Region, sondern zunächst in die Molkereien von Kraft oder Dr. Oetker.

Auch wenn das Melken am meisten Arbeit macht – das ist nicht alles. Morgens fährt ein Mitarbeiter mit dem Trecker durch den Stall und füttert die Tiere, zweimal am Tag werden die Boxen sauber gemacht, täglich der Milchfilter im Melkhaus gewechselt. Gelegentlich werden die Kühe mit dem Viehwagen auf die Weide gebracht. Und wenn sich Nachwuchs ankündigt, leisten Deckers in der Regel selbst Geburtshilfe.

Die Kälbchen leben in den ersten Wochen allein in einer Art Iglu und werden zweimal am Tag von Hand gefüttert – mit der Biestmilch ihrer Mutter. Während die Bullen verkauft werden, darf der weibliche Nachwuchs in Bierbergen bleiben. Rund zwei Jahre dauert es, bis die jungen Kühe zum ersten Mal kalben und beginnen, Milch zu geben – im Schnitt etwa 30 Liter am Tag. Dafür frisst eine ausgewachsene Kuh rund 50 Kilogramm Gras, Mais, Rüben und Kraftfutter.


HINTERGRUND

Kuh-Kontrolle am Computer:

  • Die Technik erleichtert den Milchbauern vieles: Jede Kuh hat eine elektronische Akte, in der unter anderem vermerkt wird, wie viel Milch sie gibt und wann sie ihr letztes Kalb bekommen hat.
  • Früher wurden die Informationen von Hand auf Karteikarten geschrieben – heute tragen die Tiere einen sogenannten Transponder am Bein, der die Informationen automatisch an den Rechner funkt.
  • Beim Melken erkennt der Computer von selbst, welche Kuh da gerade steht und erfasst, wie viel Milch sie gibt. Wie aktiv das Tier ist, zeichnet der Transponder ebenfalls auf.
  • Die Daten werden mehrmals täglich am Rechner kontrolliert. „Wenn sich eine Kuh viel bewegt, deutet das zum Beispiel darauf hin, dass sie brünstig ist“, erklärt Anke Decker.

sur

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