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2,7 Millionen Euro beleben Kläranlage Mehrum

Technik-Projekt 2,7 Millionen Euro beleben Kläranlage Mehrum

Vom tiefen Erdloch zur modernen Technik: In nur einem Jahr sind an der Kläranlage Mehrum „effektive Zweckbauten entstanden, die eine moderne Abwasserreinigung auf kleinem Raum sicherstellen“, erklärte gestern Hans-Hermann Baas, Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Peine. 2,7 Millionen Euro investiert der Verband in das Projekt.

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Im August 2008 legte der Wasserverband Peine mit viel Stahl und Beton den Grundstein für die Modernisierung der Kläranlage in Mehrum.

Quelle: Isabell Massel

Hohenhameln-Mehrum. Belebt-Schlamm-Technik in Mehrum: Wasserverbandsvorsteher Hans-Hermann Baas hatte Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD), den Ortsrat, Vertreter der Aufsichtsbehörden sowie die beteiligten Ingenieurbüros zur Eröffnung der Anlage in Mehrum eingeladen.

„Die rechtlichen Bedingungen für die Abwasser-Reinigung sind streng – und das ist gut so! Das dient den Bürgern und der Umwelt gleichermaßen. Moderne Klärtechnik hat einen Anteil am verbesserten Zustand unserer Flüsse“, betonte Geschäftsführer Günter Wolters.

Abwasser aus Ackerköpfen

Ohne eine den Bedürfnissen angepasste Infrastruktur sei keine nachhaltige Entwicklung möglich. „Deshalb ist die Kläranlage in Mehrum nun von der alten Tropfkörper-Anlage auf das moderne Belebt-Schlamm-Verfahren umgestellt worden.“

Zusätzlich ist die Kläranlage Mehrum von 5000 auf 7000 Einwohnerwerte erweitert worden. Diese rechnerische Größe berücksichtigt die Abwassermengen aus privaten Haushalten, Gewerbe und Industrie: „Mit dieser Erweiterung ist die Kläranlage auch auf eine zunehmende Einleitung in den kommenden Jahren aus dem Industriegebiet Ackerköpfe eingestellt.“ Das Abwasser aus Mehrum, Bekum und Stedum sowie Equord wird hier gereinigt.

Im Mai 2008 startete der Umbau der Mehrumer Kläranlage. Das veraltete Tropfkörper-System wurde auf das Belebt-Schlamm-Verfahren umgestellt. „Nur so konnte eine nachhaltige und effektive Abwasserreinigung der kommenden Jahre sichergestellt werden“, erklärte Baas. Nach rund einem Jahr waren die Bauarbeiten abgeschlossen – und das bei laufendem Betrieb. „Ein besonderer Dank galt dem Team um Abwassermeister Rolf Heinemann.

„Die Wasserzirkulation ist die Besonderheit des Biocos-Verfahren, das wir in Mehrum erstmals einsetzen„, erklärte der Technische Leiter des Wasserverbandes Henning Schaare. Biocos steht für Biological Combined System und ist eine Weiterentwicklung des Belebt-Schlamm-Verfahrens und der Einbeckentechnologie.

„Kommunizierende Röhren sind hydraulisch miteinander verbunden. Dadurch kann der Pumpeneinsatz und damit zugleich der Strombedarf reduziert werden. Jeweils ein Belebungsbecken und zwei sogenannte Sedimentations- und Umwälzbecken bilden eine Einheit.“ Zwischen den Becken findet der Austausch in zeitlich festgelegtem Rhythmus statt.

Michael Schröder

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