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„14 Verletzte nach illegalem Autorennen“

Mehrum „14 Verletzte nach illegalem Autorennen“

„Schwerer Unfall“ nach einem illegalen Autorennen bei Mehrum. Den von der Leitstelle zunächst alarmierten Freiwilligen Feuerwehrleuten der Ortswehr Mehrum bietet sich ein Bild des Schreckens mit fünf beteiligten Autos und zwölf Schwerverletzten. Ein Großeinsatz ist nötig. Doch zum Glück handelt es sich nur um eine Übung.

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Ein Auto ist bei der Übung unter einen Lasteranhänger gerast. Die Herausforderung war groß, denn an fünf Stellen gleichzeitig mussten die Helfer sich um die „Unfallopfer“ kümmern.

Quelle: Ralf Büchler

Hohenhameln-Mehrum. Ein dunkelroter Golf mit vier Insassen ist unter den Anhänger eines Lasters geraten, in einem schwer beschädigten weißen Renault schreien und stöhnen weitere Verletzte, ein Peugeot liegt auf dem Dach im Straßengraben, zwei weitere stark deformierte Autos säumen die Straße: Die Situation am Sonnabend ist unübersichtlich, als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mehrum an die Unfallstelle kommen, zu der sie gerufen werden.

Sofort werden die Feuerwehr Hämelerwald und der Fachzug „Technische Hilfe“ der Kreisfeuerwehrbereitschaft Peine nachalarmiert. Es dauert nur einige Minuten, dann sind plötzlich überall Feuerwehrleute und Einsatzfahrzeuge. Erst als die 100 Kameraden vor Ort sind und die Dummys in den Autos sehen, ist klar: Es handelt sich um eine Übung. Sie atmen auf, aber auf die leichte Schulter nehmen sie ihre Aufgabe dennoch nicht. Schließlich können sie jederzeit auch im Ernstfall auf eine solche Situation treffen, und dann ist es lebenswichtig, gut vorbereitet zu sein.

„Innenretter!“ „Hier ist ein Schwerverletzter!“, „Eine Decke!“, „Notarzt!“ Die Männer, die als Erste zu den „Unfallfahrzeugen“ kommen, reagieren schnell, überall werden knappe Kommandos gebrüllt und schnell befolgt. Viel Platz ist nicht auf dem engen Feldweg. Auf den ersten Blick wirkt alles sehr wuselig, aber jeder weiß, was er zu tun hat und gibt sein Bestes. Plötzlich knattert es in der Luft: Der Rettungshubschrauber Christoph 30 kommt.

„Zunächst werden die Vitalfunktionen überprüft und die Schwere der Verletzungen festgestellt. Wo es nötig ist, wird ein Notarzt gerufen“, erklärt Andreas Hamann von der Feuerwehr Hämelerwald, der als Pressebetreuer abgestellt ist. „Keiner der Verletzten wird jetzt mehr allein gelassen, jeder wird ständig von einem Feuerwehrkameraden betreut“, sagt Hamann.

Die Fahrzeuge werden stabilisiert, um die Retter nicht zu gefährden. Dann werden „Rettungs-Öffnungen“ geschaffen, durch die Notarzt oder Sanitäter zu den Verletzten gelangen können, um sie zu versorgen. Die Rettung der Verletzten ist erst der nächste Schritt. Ganz zum Schluss werden die Toten geborgen. Immerhin 5 der 14 beteiligten Personen hätten den Unfall nicht überlebt, wenn er denn real gewesen wäre.

Nach etwa einer Stunde ist das meiste geschafft. Trotz der frostigen Temperaturen sind einige der Feuerwehrmänner schweißgebadet. Allmählich geht es über in Lagebesprechungen und Auswertungen, denn natürlich wurde alles genau beobachtet und dokumentiert.
Währenddessen erheben sich die Verletzten von den Tragen. Ihre Blessuren wurden ihnen fachmännisch aufgeschminkt, nach der zum Teil schwierigen „Rettung“ lachen und scherzen sie mit den Feuerwehrleuten. Denn zum Glück war ja diesmal alles nur eine Übung.

Kerstin Wosnitza

Hintergrund

Großübung in Mehrum

Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Hämelerwald, die Kreisfeuerwehrbereitschaft Peine-West, der Fachzug Technische Hilfe aus der Gemeinde Hohenhameln – außerdem vier Rettungswagen, ein Notarzt-Einsatzfahrzeug, der Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel, drei Schnelleinsatzgruppen des Deutschen Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes sowie Einsatzkräfte der Polizei und die Verletztendarstellungsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes. Insgesamt waren 100 Menschen und 26 Fahrzeuge beteiligt.

Ziel war es, sich ein realistisches Bild davon zu verschaffen, was in einem Einsatzdienst verlangt werden könnte. Die detaillierte Nachbesprechung und Auswertung ist wesentlicher Teil der Übung. Mit dem Ablauf zeigten sich die Beobachter zufrieden.

Leiter der Übung waren der Hämelerwalder Ortsbrandmeister Heinz-Georg Montag und der stellvertretende Zugführer aus Mehrum, Jens Böker. In die Planung eingebunden waren außerdem Jörg Campen und Notarzt Dr. Hendrik Voges. Die Unfallfahrzeuge wurden von den Firmen Flörke und Stautmeister zur Verfügung gestellt.

wos

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