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100 000 Mark in Kapsel gefunden

Laurentius-Kirche Hohenhameln 100 000 Mark in Kapsel gefunden

Die beiden Kapseln, die normalerweise in den goldenen Kugeln auf den Turmspitzen der evangelischen St.-Laurentius-Kirche lagern, wurden geöffnet.

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Pastor Hans Schweda erläutert den Grund.

Quelle: Ralf Büchler

Hohenhameln . Mehr als 100 000 Mark hat Pastor Hans Schweda am Sonnabend in seiner Kirche gefunden. Weil der Turm saniert wird, waren Ende April die beiden goldenen Kugeln abmontiert worden. Jetzt wurden die darin enthaltenen Metallkapseln geöffnet.

Zum Vorschein kamen zerknitterte Geldscheine. 100 00 Mark war einer von ihnen wert. Allerdings handelt es sich um Papiermark von 1923. Der Schein wurde während der Inflation gedruckt.

Deutlich wertvoller dürften die Münzen sein, die in der zweiten Kapsel enthalten waren: Thaler von 1754 und Cent-Stücke von 1810. Die älteste Münze stammt laut Schweda aus dem 15. Jahrhundert.

In der Kapsel befanden sich auch eine handschriftliche Schulchronik und ein Zeitzeugen-Bericht vom zweiten Weltkrieg sowie gut erhaltene Schwarz-Weiß-Fotos und ein Schreiben des ehemaligen Pastors aus dem Jahr 1953, als die Kugel vom Südturm wegen der Sanierung des Daches zuletzt geöffnet wurde. In der Gemeinde sei die Sanierung zunächst abgelehnt worden, heißt es in dem Schreiben.

33 000 Deutsche Mark sollte sie kosten, und Zustimmung gab es erst, als der Pastor fast die Hälfte davon als Spenden gesammelt hatte. „Wenn wir das heute so machen würden, bräuchten wir fast 500 000 Euro“, sagt Schweda. Die Sanierung der Kirche soll etwa eine Million Euro kosten.

Die Schriftstücke will Schweda kopieren und aufbewahren, die Münzen wieder in den Kugeln einschließen. „Auf dem Turm sind sie sicherer als im Tresor“, sagt er.

sur

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