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Edemissen Zwei Großbrände in der Gemeinde Edemissen: Zum Glück nur eine Übung
Kreis Peine Edemissen Zwei Großbrände in der Gemeinde Edemissen: Zum Glück nur eine Übung
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16:28 09.04.2019
Nach der Übung: Gruppenbild mit Wasserbehälter. Quelle: Feuerwehr
Eddesse

Was passiert, wenn zeitgleich in einer Gemeinde zwei große Feuerwehreinsätze nötig sind? Ein Antwort auf diese spannende Frage gibt die Übung, die am vergangenen Wochenende Eddesse stattfand und bei der der Wassertransportzug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost gefragt war, wie die Pressesprecherin der Kreisfeuerwehr Peine, Kathrin Zimmermann, berichtet.

Erst brennt Supermarkt, dann Wald

Das Szenario: Um 8.30 Uhr werden sämtliche Ortswehren des Stützpunktbereichs Edemissen sowie die Ortswehren Oedesse und Oelerse und das Tragkraftspritzenfahrzeug der Ortswehr Eddesse zu einem Supermarkt-Brand in Edemissen alarmiert.

Etwa eine Stunde später bemerkt ein Landwirt aufsteigenden Rauch und Feuerschein im Waldgebiet „Fissenberg“ zwischen Klein Eddesse und Abbensen. Beim Abschlusszelten des Abschlussjahrgangs einer Edemisser Schule war ein Brand ausgebrochen. Bedingt durch den trockenen Frühling und den starken Nordwind drohte das Feuer in den Wald gedrückt zu werden.

Edemisser Kräfte nicht ausreichend

„Aufgrund der Schadenslage in Edemissen standen der Gemeinde Edemissen keine ausreichenden Kräfte zur Verfügung, um diesen zweiten Brand zu bekämpfen“, so Zimmermann. Der Kreisbrandmeister, der sich an der Einsatzstelle in Edemissen aufhielt, veranlasste als Erstmaßnahme die Alarmierung des Fachzuges Wassertransport.

Er wurde zur Menschenrettung und zur Waldbrandbekämpfung sowie zum Wassertransport aus dem etwa drei Kilometer entfernten Eddesse eingesetzt. Zugleich wurden die neu beschafften Wasserrucksäcke, die auf den Fahrzeugen der Gemeinde Edemissen verlastet sind, ausprobiert und vorgestellt.

Jugendfeuerwehren mimten „Verletzte“

Die Übung wurde laut Zimmermann von einem Team um den stellvertretenden Eddesser Ortsbrandmeister Dennis Tschirner ausgearbeitet. Mitglieder der Jugendfeuerwehren Eddesse und Oelerse mimten die „Verletzten“. Die Einsatzleitung übernahm der stellvertretenden Zugführer des Fachzuges Wassertransport, Wolfgang Harms.

„Zugführer Frank Tschirner bedankt sich bei den örtlichen Landwirten für die Genehmigung zur Benutzung der Flächen in den Gemarkungen Eddesse und Abbensen sowie bei den Einwohnern von Eddesse für das Verständnis für die Ruhestörung am Samstagvormittag“, sagt Zimmermann.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft

Die Kreisfeuerwehr des Landkreises Peine ist in die beiden Brandschutzabschnitte Ost und West eingeteilt. Der Abschnitt Ost wird aus den Feuerwehren der Gemeinden Edemissen, Vechelde und Wendeburg gebildet, der Abschnitt West aus den Feuerwehren der Gemeinden Hohenhameln, Ilsede und Lengede sowie der Stadt Peine.

Der Fachzug Wassertransport

Der Fachzug Wassertransport ist eine Untereinheit der Kreisfeuerwehrbereitschaft, die nach dem Niedersächsischem Brandschutzgesetz von den Feuerwehren des Kreises aufgestellt werden muss. Seine Aufgabe besteht darin, schnell große Mengen an Wasser an eine Einsatzstelle zu transportieren.

Wie die meisten anderen Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaft wird er aus den Fahrzeugen verschiedener Feuerwehren gebildet, die auch die Besetzung stellen. Eingesetzt wird der Fachzug Wassertransport hauptsächlich dort, wo entweder große Mengen Wasser gebraucht werden oder die nächste Wasserentnahmestelle sehr weit entfernt ist, beispielsweise bei Wald- oder anderen Vegetationsbränden.

Von Kerstin Wosnitza

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