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Edemissen Zauneidechsen: Peta zeigt Landrat und Bürgermeister an
Kreis Peine Edemissen Zauneidechsen: Peta zeigt Landrat und Bürgermeister an
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00:25 24.11.2018
Dieses Tierchen hat das ganze ausgelöst: Eine Zauneidechse.  Quelle: Foto: privat
Edemissen

Schwere Vorwürfe erheben die Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft und die Tierschutzorganisation Peta gegen die Gemeinde Edemissen und den Landkreis Peine. Sie haben Anzeige gegen Edemissens Bürgermeister Frank Bertram (parteilos), Landrat Franz Einhaus (SPD) und weitere Mitarbeiter der Behörden erstattet. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen zu haben.

Lebensraum wird zerstört

„Aus rein wirtschaftlichen Interessen wird in Edemissen der Lebensraum einer gefährdeten und streng geschützten Tierart zerstört. Es ist nicht zu tolerieren, dass Lokalpolitiker und Behördenmitarbeiter offenbar gegen geltendes Recht verstoßen“, wirft Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei Peta, in einer Pressemitteilung der Organisation den Peiner Beteiligten vor. Zum Hintergrund: In Wipshausen werden derzeit 35 Baugrundstücke erschlossen. Bereits während der frühzeitigen Beteiligung durch Bürger und Behörden habe die Untere Naturschutzbehörde darauf hingewiesen, dass das Gelände einen optimalen Lebensraum für Zauneidechsen biete.

Geschützte Zauneidechsen

Vor einem Jahr hatte die Bio-AG den Verdacht geäußert, dass ein damals erstelltes Kartierungsgutachten unzureichend sei und die Gemeinde dem Kartierer das ihr mutmaßlich bekannte Vorkommen von geschützten Zauneidechsen verschwiegen habe (PAZ berichtete).

Laufendes Verfahren

„Das Verfahren war öffentlich ausgelegt. Vom Landkreis, der Unteren Naturschutzbehörde, der Kommunalaufsicht und vom Umweltministerium haben wir die Bestätigung erhalten, dass alles rechtmäßig abläuft“, versicherte Rainer Hoffmann, Erster Gemeinderat und Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Edemissen. Zu den aktuellen Vorwürfen möchte Hoffmann mit Verweis auf das laufende Verfahren vorerst keine Stellungnahme abgeben.

Kreis: Sorgfältig geprüft

Auch der Landkreis Peine hält sich vorläufig bedeckt. „Die Angelegenheit ist seinerzeit sehr sorgfältig von uns geprüft worden. In diesem Zusammenhang haben wir uns auch mit den Einwendungen der Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft auseinandergesetzt. Wir sind der Auffassung, dass das Vorgehen der Gemeinde Edemissen rechtmäßig ist. Zu Einzelheiten können wir uns mit Rücksicht auf das laufende Verfahren jedoch nicht äußern“, sagte Katja Schröder, Pressesprecherin des Landkreises Peine.

Staatsanwaltschaft überprüft Sachverhalt

Pressesprecher Christian Gottfriedsen von der Staatsanwaltschaft Hildesheim bestätigte die Anzeigen auf Nachfrage der Peiner Allgemeine Zeitung. Er erklärte: „Zurzeit wird der Sachverhalt überprüft. Erst wenn wir Tatsachen feststellen können, kann ein nächster Schritt eingeleitet und die Betroffenen informiert werden.“

Von Antje Ehlers

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