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Edemissen Wipshausens Dorfladen schließt Ende November
Kreis Peine Edemissen Wipshausens Dorfladen schließt Ende November
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06:00 11.10.2018
Ellen Hauer führt derzeit noch den kleinen Edeka-Markt in Wipshausen. Quelle: Dennis Nobbe
Wipshausen

Ellen Hauer ist in ihren Job hineingeboren, seit 40 Jahren arbeitet sie in dem Dorfladen in Wipshausen, übernahm ihn später vom Vater. Nun ist sie 62 Jahre alt und möchte Ende November in Rente gehen. Einen Nachfolger gibt es bislang nicht, obwohl sich die Gemeinde Edemissen bemüht, einen Betreiber zu gewinnen.

„Es lohnt sich einfach nicht mehr“, sagt Hauer, nach den Gründen für die Aufgabe des Edeka-Ladens gefragt. Und: „Ich wollte jetzt nur mal Hausfrau sein.“ Ihr Mann, der bei der Post gearbeitet habe, sei bereits in Rente, sie wolle ihm zum 30. November dieses Jahres folgen.

Laden an der Mittelstraße existiert seit 116 Jahren

Den Nah- und Gut-Laden an der Mittelstraße in Wipshausen gibt es bereits seit 116 Jahren, geführt wird er in der vierten Generation. „Ich habe aber keinen Nachfolger, meine Kinder wollen es nicht machen“, sagt Hauer, die einst sechs Angestellte hatte, den Laden aber nun seit einem Jahr allein betreibt.

Ellen Hauer im Wipshäuser Edeka-Markt. Quelle: Dennis Nobbe

Wenn Ellen Hauer ihren Laden zum 30. November schließt, gibt es keinen Lebensmittelmarkt mehr in der rund 1800 Einwohner zählenden Ortschaft. Ortsbürgermeister und Ortsrat sowie auch der Edemisser Gemeindeverwaltung ist sehr daran gelegen, wieder einen Nahversorger für Wipshausen zu gewinnen.

Die Situation ist allerdings schwierig. „Wir hatten schon mit dem Netto in Abbensen Schwierigkeiten und da umfasst der Einzugsbezirk 3000 Einwohner“, sagt Bürgermeister Frank Bertram (parteilos). Allerdings kämen für den Markt in Wipshausen auch noch die Einwohner aus den nahegelegenen Ortschaften Alvesse, Rietze und Voigtholz-Ahlemissen hinzu.

Verwaltung hofft auf neuen Supermarkt in Wipshausen

Die Edemisser Verwaltung habe alle Supermarktketten angeschrieben und Gesprächsbereitschaft und Unterstützung bei der Ansiedlung eines Lebensmittelgeschäfts signalisiert. Die Antworten stehen noch aus. „Vielleicht bekommen wir ja einen Netto, einen Penny oder einen NP-Markt“, hofft Bertram. Schließlich habe Wipshausen Teilfunktionen eines Grundzentrums – angefangen bei Krippe, Kindergarten und Grundschule bis hin zu Ärzten und Banken.

Ideen, wo der neue Markt entstehen könnte, gibt es auch schon: Ins Auge gefasst wurde eine Fläche am Ortsausgang an der K 14 in unmittelbarer Nähe des Neubaugebietes.

Von Mirja Polreich

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