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Edemissen Wanderung zwischen Walkenried und „Himmelreich“ im Südharz
Kreis Peine Edemissen Wanderung zwischen Walkenried und „Himmelreich“ im Südharz
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12:29 26.10.2018
Die Klosterwanderung des Fördervereins Martin-Luther-Edemissen führte zum Kloster Walkenried im Südharz. Quelle: privat
Edemissen

Die dritte Klosterwanderung des Fördervereins Martin-Luther-Edemissen führte 35 Wanderer und Kulturinteressierte in den Südharz zum Kloster Walkenried. Bei sommerlichen Temperaturen und prächtiger Laubfärbung begaben sich die Teilnehmer auf die Wanderstrecke zwischen der Anhöhe „Himmelreich“ und dem Zisterzienserkloster Walkenried.

Der Wanderweg, gesäumt von vielfältiger Vegetation, führte durch alte Südharzer Kalkbuchenwälder und umrundete den Itelteich, berichtete Henning Könemann.

Der Walkenrieder Tunnel

Unter der Anhöhe „Himmelreich“ befindet sich eine große Höhle, die am 9. Juli 1868 beim Bau eines Eisenbahntunnels entdeckt wurde. Der 269 Meter lange Walkenrieder Tunnel der Südharzstrecke wurde längs durch die Höhle gebaut.

Wieder am Kloster Walkenried angekommen, begab sich die Gruppe nach einer Mittagspause mit fachkundiger Begleitung auf eine faszinierende Zeitreise durch die vollständig erhaltenen Walkenrieder Klausurgebäude aus dem 13. Jahrhundert.

Mittelalter und Klosterleben wieder lebendig

„Durch kenntnisreiche Informationen, akustische und visuelle Inszenierungen, wurden Mittelalter und Klosterleben wieder lebendig und mit dem heutigen Leben verglichen“. schildert Könemann.

Während das Klausurgebäude des Klosters bestens erhalten ist, zeugen nur noch markante Ruinen vom gotischen Kirchenneubau aus dem Jahr 1209. „Gerade deshalb war es für die Klosterwanderer spannend, fachkundige Erläuterungen zur historischen Baugeschichte der ehemals dreischiffigen Basilika zu erhalten“, betonte Könemann.

Klosterkirche im Bauernkrieg beschädigt

Im Jahr 1290, nach 80 Jahren Bauzeit, wurde die Kirche durch den Hildesheimer Bischof Siegfried II. geweiht. Mit weit über 90 Meter Länge war sie damals eine der größten Kirchen Norddeutschlands. Nachdem die Vierung der Klosterkirche im Bauernkrieg beschädigt wurde, war sie dem Verfall preisgegeben.

Wer sich für die Arbeit und Angebote des Fördervereins Martin-Luther-Edemissen interessiert, findet Informationen unter www.kirche-edemissen.de/förderverein-martin-luther-edemissen-e-v/.

Von Jan Tiemann

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