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Edemissen WEP-Vorschlag: Sturmschaden für Radwegebau nutzen
Kreis Peine Edemissen WEP-Vorschlag: Sturmschaden für Radwegebau nutzen
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22:00 25.08.2018
Auf dieser Luftaufnahme gut zu erkennen: Entlang der Straße zwischen Wehnsen und Dedenhausen mussten zahlreiche Bäume gefällt werden. Quelle: Christian Meyer
Wehnsen

Der kurze, aber heftige Sturm am 9. August hat immense Schäden angerichtet (PAZ berichtete). Unter anderem entlang der Kreisstraße 7 (Landkreis Peine) beziehungsweise 45 (Region Hannover) zwischen Wehnsen und Dedenhausen müssen zahlreiche Bäume entfernt werden. Nun möchte die WEP-AG die Situation nutzen, um den Bau eines Radwegs voranzubringen.

Bürger machen sich stark

Die WEP-AG ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgern aus Wehnsen, Eickenrode und Plockhorst, die sich für die Entwicklung der drei Dörfer stark machen. Unter anderem mahnen sie einen Radweg von Wehnsen nach Dedenhausen an, weil der dortige Bahnhof zum Großraum Hannover gehört und nicht nur von Pendlern rege genutzt wird.

„Wir regen an, den Radweg in die Planung der Reparaturarbeiten mit aufzunehmen. Hier könnten gleich zwei Anliegen auf einen Schlag erledigt werden“, sagt Jens Reupke von der WEP-AG. So könne der Wunsch der Bürger womöglich kurzfristig Wirklichkeit werden.

Als Ansprechpartner der WEP AG engagieren sie sich für ihre Heimat: Jens Wrede, Rolf Kobbe, Jens Reupke und Silke Freund (v.l.). Quelle: Felix Klabe

Es gab bereits eine Fahrraddemonstration von Ohof nach Meinersen, und im Frühjahr dieses Jahres haben die Ortsräte beantragt, den Radweg auf die Prioritätenliste beim Landkreis Peine einzutragen. Der Ortsrat und die Zukunftswerkstatt Dedenhausen haben das laut Reupke zeitgleich bei der Region Hannover getan.

Der Landkreis Peine macht wenig Hoffnung: „Die durch den Sturm entstandenen Schäden an der Kreisstraße 7 zwischen Wehnsen und Dedenhausen auf dem Gebiet des Landkreises Peine sind nicht so groß. Die wenigen Löcher im Straßenkörper werden mit Mineralgemisch aufgefüllt. Für einen Radwegbau ergibt sich daher keinerlei Vorteil“, sagt Sprecher Fabian Laaß.

Aufgrund des Bedarfsplans des Landkreises Peine sei ein Bauprogramm aufgestellt worden, das derzeit abgearbeitet werde. Der Weg zwischen Dedenhausen und Wehnsen sei darin nicht enthalten.

Auch der zuständige Sprecher der Region Hannover, Klaus Abelmann, dämpft die Erwartungen: „Einen Radweg zu planen und zu bauen, braucht Zeit. Zunächst muss ein Planfeststellungsverfahren angestrengt werden.“ In diesem Fall handele es sich um ein kreisübergreifendes Projekt, so dass Absprachen und Abstimmungen nötig seien. Wenn ein Beschluss vorliege, müsse Grund erworben und schließlich die Bauleistung ausgeschrieben werden – eine kurzfristige Umsetzung sei also nicht zu realisieren.

Von Kerstin Wosnitza und Friedrich-Wilhelm Schiller

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