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Edemissen WEP-AG fordert Verbesserungen für Bahn-Nutzer aus dem Nordkreis
Kreis Peine Edemissen WEP-AG fordert Verbesserungen für Bahn-Nutzer aus dem Nordkreis
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06:00 20.09.2018
Der Bahnhof in Dedenhausen gehört zum Großraum-Verkehr Hannover. Quelle: Archiv
Wehnsen

Die WEP-AG, in der sich Bürger aus Wehnsen, Eickenrode und Plockhorst für die Interessen ihrer Ortschaften stark machen, übt Kritik am Regionalverband Braunschweig. Zwar seien beim „Abend der Region“ viele positive Veränderungen im Zug-Nahverkehr bekannt gegeben, doch die Strecke Wolfsburg-Hannover sei überhaupt nicht erwähnt worden.

Die WEP-AG fordert in Bezug auf den öffentlichen Personennahverkehr einige Veränderungen, die nach Meinung der Wortführer kein Geld kosten und keine großen Umbauten benötigen: Gewünscht werden regionsübergreifende Bahntickets zwischen dem Großraum-Verkehr Hannover und dem Regionalverband Braunschweig.

Unterschiedliche Tarifverbünde

Hintergrund: Die benachbarten Bahnhöfe Dedenhausen beziehungsweise Meinersen-Ohof, die von den Menschen im Peiner Nordkreis genutzt werden, liegen in unterschiedlichen Tarifverbünden. Um Geld zu sparen, fahren viele Bahnnutzer erst mit dem Auto den in Bezug auf die Fahrtkosten jeweils günstiger liegenden Bahnhof an. Dadurch kommt es zu vielen unnötigen Wegen.

Eine weitere Anregung der WEP-AG ist es, zu Stoßzeiten wie zum Beispiel dem Schichtwechsel bei VW zusätzliche Züge einzusetzen oder die Abfahrtszeiten so anzupassen, dass sie von den VW-Mitarbeitern genutzt werden können. „Im Moment passen die Abfahrtzeiten der Züge überhaupt nicht zu den Arbeitszeiten“, moniert die WEP-AG.

„Durch diese kleinen Veränderungen könnte der Regionalverband Braunschweig einen großen Schritt für sein selbst gesetztes Ziel ,Masterplan 100 Prozent Klimaschutz’ machen“, heißt es.

Es gebe zwei Bahnhöfe in den nächsten Ortschaften, aber keinen Radweg und keine brauchbare Busverbindung dorthin, wird zudem kritisiert. Das sei nicht im Sinne des Klimaschutzes.

Michael Kramer reagiert auf Vorwürfe

Auf die Forderungen und Anregungen der WEP-AG reagiert der Verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB), Michael Kramer.

„Mit jährlich 80 Millionen Euro Steuergeld von Bund und Land fördert der Regionalverband Braunschweig den Zugnahverkehr. Der ÖPNV ist dem Großraum Braunschweig wichtig, aber er ist nie kostendeckend. Wie die WEP-AG berechnet, dass zusätzliche Züge sowie ein regionsübergreifendes Ticket kein Geld kosten, erstaunt mich.

Seit Jahren setze ich mich für die einfachere Nutzung von Pendlern auf allen Bahn- und Bus-Strecken ein, doch es gibt Begrenzungen in der Verfügbarkeit des Materials (Züge, Strecken, Bahnhöfe), des Personals sowie erhebliche komplizierte Abrechnungsmodalitäten.

Erhebliche Zuschüsse nötig

Dazu kommen bei unterschiedlichen ÖPNV-Tarifen Ausgleichszahlungen. Die Verkehrsverbünde rechnen fahrgast- und kilometergerecht ab. Da der Personennahverkehr nur teilweise aus dem Fahrkartenverkauf finanziert wird, muss die Allgemeinheit erhebliche Zuschüsse leisten. Es gibt eine eigene Gesellschaft (Niedersachsentarif GmbH), die sich ergänzend intensiv mit den Tarifen und deren Auswirkungen auf Nutzer und Kommunen beschäftigt, um alle Interessen zu berücksichtigen.

In den politischen Gremien beraten und diskutieren ehrenamtliche Mandatsträger die ausgehandelten Vereinbarungen. Unter anderem geht es darum, ob die oft millionenschweren Zuschüsse verantwortbar und die Vorteile für alle Gruppen im Regionalverband ausreichend sind. Neben den Pendlern sind Familien-, Gruppen-, Senioren-, Sozialtarife sowie Staffelungen bei Tages-, Wochen-, Monats-, Jahres- oder Gebietsfahrkarten zu diskutieren. Es handelt sich also um ein hochkomplexes System.

Radwegebau ist Sache des Landes

Die Zuständigkeiten sind klar geregelt. Für den Radwegebau ist wesentlich das Land Niedersachsen zuständig. Für die lokalen Verkehre ist der Regionalverband zwar Aufgabenträger, doch die Finanzierung und Organisation läuft über die Landkreise. Trotzdem kümmert sich der Regionalverband Braunschweig intensiv um deren Koordinierung und Unterstützung zusätzlicher Wünsche vor Ort.“

Von Kerstin Wosnitza

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