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Edemissen Vortrag zum Thema „Wärmedämmung in Altbauten“ kam gut an
Kreis Peine Edemissen Vortrag zum Thema „Wärmedämmung in Altbauten“ kam gut an
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22:30 16.09.2014
Gut besucht war der Vortrag in Edemissen zum Thema Wärmedämmung. Quelle: oh
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Der Architekt Stefan Haar erläuterte Maßnahmen zu Sanierung und Dämmung von Altbauten. Dabei ging es auch um bauphysikalische Hintergründe und Besonderheiten, die zu beachten sind.

Die Thematik umfasste Fragen wie: Welche Dämmmaterialien sollten verwendet werden? Welche Vor- und Nachteile bringen die Dämmstoffe mit sich und wie wirken sich die Materialeigenschaften auf die Hauskonstruktion und das Wohnklima aus? So sei es zum Beispiel ein wichtiger Aspekt bei einer Dämmung, Materialien zu verwenden, die auftretende Feuchtigkeit wieder abgeben und somit die Steinwände oder Fachwerkbalken trocken halten. Als empfehlenswerte Materialien wurden dazu zeitgemäße Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen genannt wie Hanf oder Holzweichfaserplatten.

Ebenfalls wurden verschiedene Lehmwerkstoffe vorgestellt und deren Vorteile und Anwendung illustriert. Durch die kapilare Leitfähigkeit können diese Produkte auftretende Feuchtigkeit gut wieder abgeben.

Als nicht empfehlenswert gelten hingegen Materialien wie Styropor oder Mineralwolle. Diese sind zwar günstiger in der Anschaffung, haben jedoch Nachteile wie die fehlende kapilare Leitfähigkeit sowie die Problematik der gesundheitlichen Verträglichkeit und der Entsorgung (häufig als Sondermüll).

Außerdem wurde das Konzept der Wandflächentemperierung durch Verlegung von Heizschlaufen in den Außenwänden anschaulich erläutert.

Das rege Interesse des Publikums äußerte sich in vielen Fragen zu konkreten Problemstellungen, auf die gern vom Referenten eingegangen wurde.

David Schwarz von Bündnis 90/Die Grünen, der die Veranstaltung organisiert hatte, freute sich über das große Interesse: „Wir möchten ein Bewusstsein für die Möglichkeiten und Fehler bei der Altbausanierung schaffen. Es freut uns, wenn die schönen, alten Häuser in den Dörfern erhalten bleiben und dennoch in einen guten energetischen Zustand gebracht werden. Dass dabei verstärkt traditionelle und ökologisch verträgliche Baustoffe verwendet werden zeigt, dass man sich der guten Eigenschaften dieser Materialien wieder bewusst wird“, sagt Schwarz.

wos

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