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Vom Feld in den Supermarkt: Der Weg der Kartoffel

Dollbergen Vom Feld in den Supermarkt: Der Weg der Kartoffel

Der sonnige Herbst beschert in diesem Jahr eine reiche Kartoffelernte, meldet der Landvolk-Pressedienst. Das gilt auch für die Landwirte aus dem Peiner Land. Viele von ihnen liefern an die Groka in Dollbergen, wo die Kartoffeln fachgerecht eingelagert und vermarktet werden.

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Los geht’s: Zum Abladen der Kartoffeln gibt es eine spezielle „Trecker-Kipp-Vorrichtung“. Dann geht es per Förderband weiter in die Halle.

Quelle: wos

Dollbergen. Etwa 120 Landwirte aus dem Kreis Peine und der Region Hannover beliefern die Groka. Gedränge an der großen Trecker-Waage oder sonst auf dem Gelände gibt es aber nicht: „Wir vergeben in etwa 40-Minuten-Abständen Termine“, erklärt der Technische Betriebsleiter Hans-Jürgen Giere.

Direkt vom Hänger werden nach dem Zufallsprinzip Probe-Kartoffeln entnommen und von einem unabhängigen Gutachter auf ihre Qualität kontrolliert. „Danach richtet sich der Preis“, sagt Wolfgang Wrede, Geschäftsführer der Groka.

Anschließend werden die Kartoffeln abgeladen und per Förderband weitertransportiert. In der Lagerhalle kommen sie in riesige Kartoffelkisten, immer zu 1,5 Tonnen und nach Sorten getrennt. „So können wir sie je nach Lagerfähigkeit nach und nach in den Handel bringen“, sagt Giere. Welcher Landwirt wie viel von welcher Sorte anbaut und liefert, ist ebenfalls kein Zufall. Das wird genau durchgeplant und abgesprochen. „So können wir zwölf Monate im Jahr frisch liefern“, sagt Wrede. Gelagert wird allerdings nur etwa ein halbes Jahr lang, um den Winter zu überbrücken. Die früheren Sorten werden direkt nach der Anlieferung verpackt und ausgeliefert.

Zurück in die Lagerhalle: Hier wird die Temperatur ganz allmählich auf etwa 5 Grad abgesenkt. „Das ist für die Kartoffeln ideal. Frost vertragen sie nicht, und wenn es zu warm wird, beginnen sie zu keimen“, sagt Giere. Chemische Mittel werden nicht eingesetzt. Wenn ihre Zeit gekommen ist, werden die Erdäpfel aus dem Winterschlaf geholt und für die Lieferung bereit gemacht. Dazu werden sie zunächst gewaschen. Dann werden grüne und andere „unerwünschte“ Knollen maschinell aussortiert. Zuletzt werfen noch geschulte Mitarbeiter prüfende Blicke auf die Kartoffeln, die automatisch an ihnen vorbei fahren, und sortieren von Hand schadhafte Knollen aus. Hier braucht man ein gutes Auge und flinke Finger.

Schließlich geht es zum Wiegen. „Damit immer genau das gewünschte Gewicht im Beutel ist, werden jeweils 500 Gramm abgewogen und dann wiederum vom Computer zum gewünschten Gesamtgewicht zusammengestellt. Das geht auf fünf Gramm genau“, erklärt Wrede. Dann kommen die Kartoffeln in die Beutel, in denen sie schließlich auch verkauft werden. Auch das funktioniert vollautomatisch.

Geliefert wird an den Lebensmittelgroßhandel im Raum Peine und Hannover, aber auch bis nach Berlin, Melsungen und Wuppertal.

wos

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