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Edemissen Viel Platz für Fledermäuse und Bienen
Kreis Peine Edemissen Viel Platz für Fledermäuse und Bienen
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08:00 09.08.2018
Schon vor einiger Zeit gab der Golfplatz im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit Ilsede Seerosen ab. Quelle: privat
Edemissen

Sie waren nicht immer Freunde - die Golfer und die Naturschützer. Nun aber planen auf Initiative von Clubpräsident Wolfhard Träue die Peiner Biologische Arbeitsgemeinschaft und der Golfclub Peine-Edemissen Naturschutzmaßnahmen auf der zwischenzeitlich über 25 Jahre alten Anlage.

Unterstützt werden sie dabei vom Heimat- und Archiv-Verein Edemissen, der die historischen Bezüge der Landschaft nordöstlich von Edemissen beisteuert.

Clubvorstand will Vorschläge besprechen

Ein erstes Treffen zwischen den Vorständen fand bereits am 25. April diesen Jahres statt. Die verabredete Begehung des Platzes mit den Fachleuten der BioAG folgte am 29. Juni. Nun hat der Vorsitzende der BioAG, Hans-Werner Kuklik, konkrete Maßnahmen vorgeschlagen. In einer ersten Stellungnahme begrüßt Wolfhard Träue die Vorschläge. Sie sollen zunächst aber im Vorstand des Clubs besprochen werden.

Es sind einfache Dinge, die da zur Sprache kommen. So könnten an der großen Schutzhütte unter dem Dachunterstand sechs bis acht Fledermauskästen angebracht werden. „Die freie Anflugfläche ist günstig, Kästen könnten gegen Gebühr zur Verfügung gestellt werden“, so Kuklik in seinem Schreiben an den Golfclub.

Außerdem schlägt er das Aufstellen von Eichenbalken, die mit Bohrlöchern versehen sind, vor. Die BioAG hat dazu ein Modell entwickelt, welches sich gut mit den hochstämmigen Obstbäumen verträgt, die auf dem Golfplatz gepflanzt wurden.

Ein Zuhause für Wildbienen schaffen

Der Rückgang der Bienen ist überall Thema in Europa. Auf dem großen Gelände des Vereins könnten Wände für die Tiere in Fachwerkbauweise aufgestellt werden, um Wildbienenarten ein Zuhause zu bieten. In Ankensen gibt es so etwas bereits.

Weiter könnten noch einige Sandbunker als Lebensraum für Sandbienen angelegt werden. Diese Idee hatten die Mitglieder der BioAg spontan, als sie die für die Golfer als Hindernisse angelegten Sandbunker sahen. In der Nähe dieser Sandhindernisse, die natürlich nicht direkt auf der bespielten Fläche entstehen, könnten Salweiden gepflanzt werden. Diese Bäume werden von den Insekten geliebt.

Begeistert waren die Inspektoren von den Gras- und Wildstauden-Bereichen im Norden des Geländes, die „sehr gut ausgebildet und mit vielen heimischen Wildblütenpflanzungen durchsetzt sind“.

Hochstaudenbeete für Zauneidechsen

Die Hochstaudenbeete im Bereich der ehemaligen Plockhorster Bahn könnten Lebensraum für die Zauneidechsen werden. Früher befand sich hier ein Habitat für die Tiere, wegen der fortgeschrittenen Bewaldung haben sie sich jedoch zurückgezogen. Sie benötigen offene Graslandschaften mit einzelnen Sandhügeln für die Eiablage.

„Eine oder mehrere Trockenmauern aus Natursteinen in sonnigen Lagen wären außerdem sinnvoll“, so Kuklik, und verweist auf ein Projekt der BioAG, die eine alte Kühlturmtasse auf dem Ilseder Hüttengelände zu einem Kalkmagerrasen-Biotop umgestaltet hat.

„Für unseren Golfplatz sind das machbare Projekte, zwar arbeitsintensiv, aber nicht all zu teuer“, sagt Träue. „Für die Natur sind das Meilensteine.“ Und der Golfer liebe die Natur.

Von der Redaktion

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