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Studientag in Bergen-Belsen

Plockhorsterin hat Fahrt organisiert Studientag in Bergen-Belsen

Einen Studientag in Bergen-Belsen hat vor einiger Zeit die Plockhorster Heimatpflegerin Silke Freund organisiert. 22 Interessierte aus dem Landkreis Peine, darunter neun Ortsheimatpfleger, nahmen daran teil.

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Die geschichtlich engagierte Gruppe bekam eine Führung über das Gedenkstättengelände.

Quelle: privat

Kreis Peine. „Die geschichtlich überaus engagierte Gruppe bekam neben einer Führung über das Gedenkstättengelände viele Informationen zur Entstehung und Entwicklung des Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagers, woraus sich angeregte Diskussionen ergaben“ berichtet Freund.

Die älteren Teilnehmenden konnten eigene Erlebnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus einbringen. Seminarleiterin Ann-Christine Stölpe besuchte mit den Gästen auch die Verladerampe, an der die Häftlinge damals mit dem Zug ankamen. Der zur Erinnerung an die Transporte mit Viehwaggons aufgestellte Waggon wurde betreten, innen waren Zahlen zu den Transporten von Insassen des Konzentrationslagers zusammengestellt und auf dem Boden gekennzeichnet, wie wenig Platz den Menschen zur Verfügung stand. Auch wenn man in dem renovierten Waggon die Situation der damaligen Gefangenen nicht wirklich nachvollziehen konnte, war der Besuch doch beeindruckend durch von der Seminarleiterin vorgetragene Zeitzeugenberichte.

Die etwa sechs Kilometer lange Strecke von der Rampe zum Konzentrationslager mussten die Häftlinge – nach tage- und wochenlanger Anreise ohne ausreichende Versorgung – zu Fuß zurücklegen. Viele erlitten dabei Schwächeanfälle oder starben auf dem Weg. Anwohner in der Ortschaft Belsen beobachteten viele Übergriffe der bewachenden SS-Mannschaften, durften und konnten aber nicht eingreifen, ohne selbst in Gefahr zu geraten. Die Ausstellung im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte hält auch Interviews mit Anwohnern bereit, die Beobachtungen aus der Lagerzeit und ihre eigenen Ängste schildern.

Den Seminarteilnehmenden wurde auch deutlich gemacht, dass die Bevölkerung aus dem Umfeld von Bergen-Belsen verschiedene Berührungspunkte mit Gefangenen und Wachpersonal hatte und wie die Reaktionen darauf waren.

Von Kerstin Wosnitza

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