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Edemissen Storchwanderung: Beeindruckendes Naturschauspiel bei Wehnsen
Kreis Peine Edemissen Storchwanderung: Beeindruckendes Naturschauspiel bei Wehnsen
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22:45 14.08.2014
Nach dem Halt in Dedenhausen flog die Storch-Gruppe am Mittwochabend weiter nach Wehnsen - dort übernachteten die Tiere. Quelle: oh
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Erster Sammelpunkt war ein Feld am Ortsrand von Dedenhausen, von wo aus die Störche nach einer Rast weiter Richtung Wehnsen flogen. Mit Einbruch der Dunkelheit ließen sich die Tiere auf den Häusern des Ortes zum Schlafen nieder. Dirk Havekost, der direkt am Feldrand wohnt, wurde recht schnell darauf aufmerksam. „Es war ein beeindruckendes Bild, als die Tiere vom Feld starteten und sich hier im Ort verteilten“, sagte Havekost.

Wie viele Störche genau in Wehnsen übernachtet hatten, konnte Havekost nicht sagen. „Aber das waren fast ausschließlich Jungstörche, das erkennt man an den dunklen Schnäbeln.“ Am Donnerstagmorgen machten sich die Tiere dann gemeinsam auf den Weg in wärmere Gefilde. Dort verbringen sie die kalte Jahreszeit, bevor sie wieder im Zeitraum von Februar bis Anfang April zurückkehren.

Wann und wohin die Störche reisen, kann ganz unterschiedlich sein: „Es gibt zwei Routen, eine über Osten runter nach Afrika und eine nach Westen in Richtung Spanien“, erklärt Hans Jürgen Behrmann von der Landesarbeitsgruppe „Weißstorchschutz“ vom NABU.

Auch auf die Frage, warum es sich fast ausschließlich um junge Tiere handelt und weniger ältere mitfliegen, weiß der Storchexperte eine Antwort. „Die älteren Störche machen sich Ende des Monats oder sogar erst im September auf den Weg, die jüngeren bereits Mitte August“, erläutert Behrmann.

Die Tiere kommen wahrscheinlich aus der Region, denn in den letzten Tagen wurde bereits bei Weyhausen in der Nähe von Wolfsburg eine größere Gruppe gesichtet. „Vielleicht waren es ja die selben Tiere“, mutmaßt der Experte.

vl

INFO

Störche auf Reisen

Mitte August sammeln sich die Jungstörche, um gemeinsam zu reisen, über zwei Routen fliegen sie in wärmere Gefilde. Die älteren Tiere folgen einige Wochen später. Nachzuverfolgen sind die Flugrouten auf der Internetseite des NABU: www.nabu.de/aktionenundprojekte/weissstorchbesenderung. Mit Hilfe von Peilsendern werden die Positionen einiger Störche auf einer Karte in Echtzeit dargestellt.

vl

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