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Edemissen So schön ist Voigtholz-Ahlemissen aus der Luft
Kreis Peine Edemissen So schön ist Voigtholz-Ahlemissen aus der Luft
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00:17 09.01.2019
So sah Voigtholz 2014 aus der Luft aus Richtung Südwesten aus. Im Hintergund zu sehen sind Alvesse und die L 320. Das kleine Foto zeigt den Malerhof. Quelle: Reinhard Bartels
Voigtholz-Ahlemissen

Edemissen aus der Luft“ ist diese PAZ-Serie überschrieben, die in loser Folge erscheint. In alphabetischer Reihenfolge werden alle 14 Ortschaften der Gemeinde Edemissen anhand von rund 30 Jahre alten und aktuellen Luftbildern vorgestellt und Veränderungen aufgezeigt. Die Serie entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Archivverein Edemissen. Im heutigen zwölften Teil geht es um Voigtholz-Ahlemissen.

Luftbilder gibt es sowohl alt als auch neu leider nur von Voigtholz, dem größeren Teil des kleinen Doppeldorfes, das idyllisch ein wenig abseits südlich der Landesstraße 320 liegt.

Die ehemalige Malerhofwiese ist mittlerweile bebaut. Quelle: Reinhard Bartels

Es wurde nur ein einziger Bebauungsplan aufgestellt, und zwar im Jahr 1963, enthält aber keine großen Festsetzungen. Er betrifft das westliche Ende der Straße Eichkamp. Zwischenzeitlich sind entlang dieser Straße im Rahmen der Innenentwicklung eine ganze Reihe weitere Wohngebäude entstanden. Auch das Luftbild von 2014 ist schon nicht mehr ganz aktuell: Mittlerweile ist die ehemalige Malerhofwiese auch bebaut. Der Malerhof mit seiner kleinen Kapelle und dem Atelier des verstorbenen Hans Nowak ist eine Besonderheit.

Der Malerhof

Der Maler Hans Nowak lebte von 1965 bis zu seinem Tod 1996 in Voigtholz-Ahlemissen. In den kleinen Ort verschlug es ihn aus Liebe zu seiner Frau Inge. Nowak fälschte in seiner Zeit in Voigtholz, wo er ebenso wie seine Frau auch seine letzte Ruhestätte fand, nicht nur ein Werk des französischen Malers Claude Monet – womit er bundesweit Aufmerksamkeit erhielt – , nach dem Verkauf des ehemaligen Schulgebäudes, in dem auch ein kleines Gotteshaus untergebracht war, ließ er sich eine Kapelle errichten – die Malerhofkapelle. Diese wird heute als Veranstaltungsort für kleinere Konzerte, Taufen und Hochzeiten genutzt, und alle paar Wochen wird dort ein Gottesdienst abgehalten. Zudem finden in Voitgholz regelmäßig zeitgenössische Kunstausstellungen statt.

Baulich wenig getan hat sich im kleinen Ahlemissen. „Hier gab es in den zurückliegenden Jahren überwiegend Sanierungen und Erweiterungen der bestehenden Gebäude“, sagt Bartels.

Eine großer Veränderung hätte es Mitte der 1980er Jahre geben können, als man auf der Suche nach einem Gelände für einen Golfplatz war. Im Gespräch war damals das Gelände zwischen Alvesse und Voigtholz-Ahlemissen westlich der Verbindungsstraße. „Ein ortsansässiger Grundbesitzer hatte selbst eine Affinität zum Golfsport. Er hatte Interesse, auf dem Areal, das er geerbt hatte, einen Golfplatz zu errichten“, erinnert sich Bartels.

Diese Aufnahme von Voigtholz entstand um 1980. Quelle: Heimat- und Archivverein Edemissen

Die Bürger von Voigtholz-Ahlemissen waren von der Idee überwiegend gar nicht begeistert. Es gab mehrere Versammlungen im Gasthaus von Marie Wähler an der Ahlemisser Straße, das auf dem historischen Foto noch zu sehen ist. Inzwischen wurde das alte Gebäude abgerissen. An gleicher Stelle steht heute ein modernes Wohnhaus im Fachwerkstil.

Über die Luftbilder

Die älteren Luftbilder, die im Rahmen der Serie „Edemissen aus der Luft“ zu sehen sind, stammen von Reinhard Demuss aus Hannover, der unter dem Label Aerophot-Demuss professionelle Luftaufnahmen angefertigt hat.

Sie wurden vom Heimat- und Archivverein Edemissen mit Unterstützung der Gemeinde angekauft, digitalisiert und den jeweiligen Ortsheimatpflegern überreicht.

Die neueren Aufnahmen aus dem Jahr 2014 stammen vom Vorsitzenden des Heimatvereins und dem ehemaligen Leiter des Fachbereichs Bauen der Gemeinde Edemissen, Reinhard Bartels, die er während eines Rundflugs aufgenommen hat. Er hat sie der PAZ für die Serie „Edemissen aus der Luft“ zur Verfügung gestellt. Von Bartels stammen auch viele der begleitenden Informationen im Haupttext.

Von Kerstin Wosnitza

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