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Edemissen Sensationeller Fund: Bauer entdeckte historische Streitaxt
Kreis Peine Edemissen Sensationeller Fund: Bauer entdeckte historische Streitaxt
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10:00 21.09.2016
Der Finder Heinz Weber (links) mit der Axt in der Hand, und Ortsheimatpfleger Hans-Werner Fricke vor dem flachen Acker südlich von Rietze, wo der Fund beim Kartoffelroden entdeckt worden ist. Quelle: oh
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Durch Vermittlung von Ortsheimatpfleger Hans Werner Fricke hat der Fund bereits eine feste Bleibe im Edemisser Rathaus, dem Archiv des Heimat- und Archivverein Edemissen, gefunden.

Die wissenschaftliche Auswertung durch Budde ergab, dass es sich um ein sehr interessantes Stück handelt, nämlich eine „Gemeineuropäische Hammeraxt“, eine Art Urform der für die späte Jungsteinzeit typischen Streitäxte. Sie datiert in die Zeit um 2800 vor Christus. Erhalten ist jedoch nur der Vorder- beziehungsweise Schneidenteil der Axt. Der fehlende Hinter- oder Nackenteil war in der Regel als runder, stumpf endender Hammer ausgebildet. „Bemerkenswert ist der sorgfältige und präzise Schliff mit Nachahmung einer Gussnaht kupferner Vorbilder“, erklärt Budde.

Weiter erklärt er: „Die Gemeineuropäischen Hammeräxte gehören in die Frühphase der sogenannten Einzelgrabkultur, die wiederum zu den schnurkeramischen Kulturen zählt. Typisch waren neben Streitäxten große schnurverzierte Becher.“ Beides werde bei Ausgrabungen oft zusammen als Grabbeigabe gefunden, allerdings seien die wenigen Peiner Funde bisher ausschließlich zusammenhanglos als Lesefunde aufgetreten.

„Unser Gebiet gehört zum Südrand der bis in den Nord-Ostseeraum reichenden Einzelgrabkultur. Sie folgte der Trichterbecherkultur mit ihren Kollektivbestattungen in Großsteingräbern. Häufig wurden die Großsteingräber weiter verwendet, doch wurde, wie der Name schon sagt, einzeln bestattet, auch unter Grabhügeln oder wie heute in einzelnen Flachgräbern“, erklärt der Archäologe.

Trotz der als Statussymbol geltenden Streitäxte scheint es sich um friedliche Ackerbauern gehandelt zu haben, die sich übrigens laut archäologischen Nachweis in Dänemark schon auf das Bierbrauen verstanden haben.

wos

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