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Edemissen Seniorenheim „Bei Ottens“ schließt
Kreis Peine Edemissen Seniorenheim „Bei Ottens“ schließt
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12:00 06.05.2017
Gitta Hornbostel muss ihr Seniorenwohnheim „Bei Ottens“ schließen.
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Eickenrode

Eine Zukunft hat das Haus womöglich dennoch, und zwar für eine ambulant betreute Wohngruppe. Zudem verhandelt Hornbostel mit einem potenziellen Investor.

Selbst ein Lockangebot für Fachkräfte, das sich noch immer auf der Internetseite des Heimes findet, hat am Ende nicht gefruchtet. Neuen Mitarbeitern wurde eine Prämie von 1000 Euro in Aussicht gestellt. „Absehbar haben wir eher noch weitere Ausfälle, weil zwei Fachkräfte von uns bald in den Ruhestand gehen“, erklärt Hornbostel.

Wegen Krankheitsfällen beim Personal hatte sich die Lage zuletzt erheblich zugespitzt. „Eigentlich wollte ich zum Jahresende schließen, nun kann ich den Betrieb bis dahin kaum aufrecht erhalten“, sagt Hornbostel sichtlich betroffen.

Um die Bewohner in Eickenrode optimal zu betreuen, benötigt die Heimleiterin acht Pflegefachkräfte. Aktuell beschäftigt sie nur fünf. „Damit kann ich den Betrieb vorübergehend aufrecht erhalten, eine Dauerlösung ist das aber nicht“, erklärt sie. Denn pro Schicht muss mindestens eine Fachkraft anwesend sein - auch an den Wochenenden.

Der Personalmangel zeichnet sich schon seit vier Jahren ab. Die letzte Einstellung hat es vor einem halben Jahr gegeben.

Bei der jüngsten Transparenzprüfung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen schloss das Seniorenheim mit seinen 28 Plätzen mit der Note 1,1 ab. Offenbar steht das Haus ausgezeichnet da. Während die Senioren die ländliche Umgebung genießen, ließen sich die gefragten Fachkräfte jedoch nicht „aufs Land“ locken.

Aufgrund der angespannten Personallage musste Hornbostel zuletzt sieben Bewohner bereits kurzfristig in anderen Einrichtungen im Peiner Land unterbringen. Dabei lobt sie die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Leitungen der stationären Pflegeeinrichtungen im Landkreis Peine. Von dort wäre zum Wohl der Senioren viel getan worden.

Hornbostel kann sich vorstellen, das Haus als ambulant betreute Wohngruppe für Senioren zu erhalten und weiterzuführen. Vielleicht lässt sich das schon zum 1. Juni umsetzen. Das Angebot richtet sich an Senioren mit einfachen Krankheitsbildern und leichter Demenz.

„Senioren, die dann bei uns wohnen, werden von einem ambulanten Pflegedienst betreut, den sie selbst gewählt haben“, erklärte Hornbostel. Vor Ort gibt es dann nur noch eine Präsenzkraft, die das Zusammenleben organisiert. Eine Betreuung rund um die Uhr ist dann dabei allerdings nicht mehr vorgesehen.

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