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Edemissen Schweißtreibender Pflege-Einsatz an der Edemisser Trockenmauer
Kreis Peine Edemissen Schweißtreibender Pflege-Einsatz an der Edemisser Trockenmauer
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14:00 31.07.2018
Regina Burgdorf-Köneke (v.l.), Wilhard Zenk, Thomas Karstens und Rosemarie Gemba bei der Pflege der Trockenmauer in Edemissen. Quelle: privat
Edemissen

Gebaut wurde die Mauer 1993 als erste von insgesamt 15 Stationen des damals neu geplanten Natur- und Dorfpfades.

Nach Erstellen durch die Gemeinde wurde dieses Landschaftselement sich selbst überlassen und verkrautete zunehmend. 2002 nahmen sich die ortsansässige Rosemarie Gemba und ihr Mann Wolfgang mit dem Einverständnis der Gemeinde mit einigen Helfern der Trockenmauer an.

Regelmäßige Pflege als einzige Lösung

Eine ehrenamtliche Sanierung folgte, und während der folgenden Jahre kam die Erkenntnis, dass nur regelmäßige Pflege die gewünschten typischen Eigenschaften dieses von Menschen geschaffenen Lebensraumes erfüllen können.

Seit ein paar Jahren kümmert sich die Regionalgruppe Süd-Ost-Niedersachsen des Vereins Naturgarten um die Mauer. So trafen sich vier Mitglieder – darunter auch Sprecherin Rosemarie Gemba – zu einem Sommerpflegeinsatz. „Den konnten wir trotz der heißen Temperaturen erfolgreich durchführen“, berichtet Regina Burgdorf-Köneke.

„Wir befreiten den Hauptteil der Natursteine von Gräsern und Schöllkraut, zogen die vielen Schlehenausläufer um den Mauerfuß herum aus und kürzten die zu mächtig gewordene Kriechrose Rosa arvensis ein“, erläutert Burgdorf-Köneke die Arbeiten.

Viele Pflanzenarten entlang der Mauer

Der Blaue Natternkopf sei noch mächtig am Blühen gewesen, auch gelbe Leinkrautblüten habe es noch gegeben. „An der Nordseite der Mauer fanden wir noch zart weiß-rosa Blüten des Zimbelkrautes“, so Burgdorf-Köneke. Alle anderen Arten standen als Trockenpflanzen da und hatten sich ausgesät oder trugen die Samen noch in ihren Kapseln: Blutstorchenschnabel, Frühlings-Fingerkraut, Gewöhnlicher Thymian, Färberkamille, Zypressenwolfsmilch und viele andere. „Wir waren erfreut, relativ viele Pflanzenarten zu finden“, sagt die Gartenfreundin abschließend.

Von Kerstin Wosnitza

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