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Schmerzen: Medikamente allein reichen nicht

Edemissen Schmerzen: Medikamente allein reichen nicht

Edemissen. Um schwache Blasen und chronische Schmerzen ging es am achten und letzten Abend der medizinischen Vortragsreise zum 125. Bestehen des Klinikums Peine. Rund 50 Zuhörer waren in die Realschule Edemissen gekommen, um sich über Vorbeugungsmaßnahmen, Diagnosemöglichkeiten und Therapien zu informieren.

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Marc Stradtmann

Quelle: sz

„Moderne Therapien bei Harndrang und Harnverlust“ stellte Dr. Thomas Heuer vor, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Unter Inkontinenz leiden mehr Frauen als Männer und mehr Ältere als Jüngere. Die Ursachen und damit auch die Behandlungsmethoden sind unterschiedlich. „Deshalb legen wir im Klinikum Wert auf eine genaue Abklärung der Gründe, warum der Schließmechanismus nicht optimal funktioniert.“ Auslöser könnten harte Arbeit, Geburten, Übergewicht und Bindegewebsschwäche sein. „Mit einem gezielten Beckenbodentraining, gegebenenfalls mit einem Biofeedbackgerät, lassen sich die Muskeln stärken“, erläuterte Heuer. „Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Operationsmethoden mit und ohne Bauchschnitt.“

„Zähne zusammenbeißen“ ist ein schlechter Ratschlag, nicht nur für Patienten mit Zahnschmerzen. „Nach den Grundsätzen der modernen Schmerzbehandlung sollte die Therapie einsetzen, bevor die Schmerzen chronisch werden“, erklärte Marc Stradtmann, Facharzt in der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Doch Medikamente allein reichen nicht. Gesprächs- und Partnertherapie, Physiotherapie und natürlich die Behandlung der Grunderkrankung müssen hinzukommen.“ Während Dauerschmerz zu Depressionen führen könne, sei völlige Empfindungslosigkeit auch nicht erstrebenswert. „Die Menschen, die aufgrund einer seltenen Erkrankung keine Schmerzen haben, sterben früh, weil sie kein Warnsignal für eine Erkrankung wahrnehmen könnten.“

sz

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