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Edemissen Sanierung des Zehntspeichers soll im Januar fertig sein
Kreis Peine Edemissen Sanierung des Zehntspeichers soll im Januar fertig sein
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08:00 15.01.2019
Werner Heise (l.) und Reinhard Bartels vom Heimat- und Archivverein Edemissen stehen vor dem Zehntspeicher. Quelle: Dennis Nobbe
Edemissen

Erbaut wurde der Zehntspeicher 1766. Der Name geht darauf zurück, dass früher der „Zehnt“, eine etwa zehnprozentige Steuer in Form von Naturalien wie Getreide in dem Gebäude eingelagert wurde. „Das war in Edemissen bis ins frühe 19. Jahrhundert der Fall, als die Gografenschaft aufgelöst wurde“, erklärt Reinhard Bartels, Vorsitzender des Heimat- und Archivvereins.

Danach erfolgte ein Umbau zum Gesindehaus, Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein Wohnbereich angebaut. Bis 1972 wurde dieser genutzt, vor 20 Jahren übernahm der Heimat- und Archivverein den Zehntspeicher als Heimatstube. Unter anderem sind dort Dauerleihgaben des Peiner Kreismuseums ausgestellt. Zudem bietet der Verein im Sommer im Außenbereich Veranstaltungen an.

Ein Blick in den Eingangsbereich des Zehntspeichers. Quelle: Dennis Nobbe

2017 plante der Vorstand die Sanierung des Zehntspeichers und beantragte Fördergelder. Mitte 2018 erfolgte die Zusage: Das Land Niedersachsen steuerte 15 000 Euro bei, weitere 14 000 Euro kamen von der Bingo-Umweltstiftung und 2000 Euro von der Gemeinde Edemissen. Die restlichen 6000 der insgesamt 37 000 Euro bezahlte der Verein aus eigenen Mitteln. Bewilligt werden konnten die Fördergelder erst im vergangenen Dezember nach der denkmalrechtlichen Genehmigung der Sanierungsmaßnahme.

Durchgeführt wurden bereits Tischler- und Malerarbeiten, einige neue Fenster wurden eingesetzt. Die Küche wurde erneuert, die dortige Außentür soll noch abgedichtet werden. Zudem verfügt der Zehntspeicher nun über eine neue Elektrik und technische Ausstattung samt Beamer, ebenso über neue Sanitäranlagen und einen neuen Holzboden im Obergeschoss.

Sanierungsarbeiten im Obergeschoss des Zehntspeichers. Quelle: Dennis Nobbe

„Da wir hier vier verschiedene Arten von Holzwürmern hatten, war auch eine Holzschutzmaßnahme nötig“, schildert Bartels. „Die letzten Arbeiten sind im Gange, noch im Januar sollen sie fertig werden. Danach würden wir uns wünschen, dass der Zehntspeicher vielseitiger genutzt wird.“ So könnten er und der stellvertretende Vorsitzende Werner Heise sich etwa vorstellen, das Gebäude für Lesungen oder Veranstaltungen der Landfrauen zur Verfügung zu stellen.

Verein sucht Nachwuchs

Feierlich eingeweiht werden soll der sanierte Zehntspeicher im Frühjahr. Dann soll auch die Broschüre „Vom Zehntspeicher zur Heimatstube – 252 Jahre wechselvolle Geschichte“ erscheinen. „Wir suchen außerdem nach Leuten, die sich mit uns um den Zehntspeicher kümmern möchten“, sagt Bartels. Wer Interesse hat, kann sich auf der Internetseite des Vereins (www.heimatgeschichte-edemissen.de) informieren und bekommt dort den Kontakt zum Vorstand.

Von Dennis Nobbe

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